Das letzte Ugandafest von Pater Satnislaus
Weiterhin zur Hilfe bereit

Zum letzten Mal hat Pater Stanislaus (Dritter von links) mit vielen Helfern das Ugandafest im Klostergarten von St. Felix organisiert. Wie es mit dem traditionsreichen Fest im nächsten Jahr weitergehen wird, liegt nicht zuletzt an seinem Nachfolger. Bild: prh
 
Erst zeigten die Schauspieler von Schabernak ihre Version von Aschenputtel, dann übergaben sie an den scheidenden Pater Stanislaus als Erinnerung ein Bild der Gruppe. Bild: stn


Weinabend mit "Best of Schabernak"Trotz der etwas kühlen Witterung war der Klostergarten beim Weinabend gut gefüllt. Die Laienspielgruppe Schabernak gab zum Abschied von Pater Stanislaus das von ihm gewünschte "Best of". Mit den "Drei Tenören" und einer modernen Fassung des Märchens vom Aschenputtel erntete die Truppe viele Lacher. Regisseur Max Peter übergab dem scheidenden Guardian ein Bild seiner Truppe als Erinnerung an die vielen Auftritte beim Ugandafest. Für musikalische Unterhaltung sorgten die "Lustigen Boum & Michael Bertelshofer". Und auch für das leibliche Wohl war mit Grillfleisch, Bratwürsten, Dotsch, Sulz und Obatztem gut gesorgt.

Die Minis des Klosters verteilten poppige Eintrittsbänder gegen eine Spende von zwei Euro zugunsten der Mission. Auch die Fußballfans kamen voll auf ihre Kosten. Dank des Schabernak-Bühnentechnikers Martin Steger verfolgten die Gäste das Viertelfinalspiel in der Pilgerhalle des Klosters in toller Qualität und Atmosphäre. (stn)

Es ist das letzte Ugandafest unter der Leitung von Pater Stanislaus. Trotz aller Freude über den regen Besuch mischt sich Wehmut in die Gedanken der Organisatoren und vieler Besucher.

Dritter Bürgermeister Heribert Schubert würdigte den Geistlichen als einen Mann "mit Charisma und großer Strahlkraft, der die Herzen der Gläubigen der Stadt und der Region erreicht hat". Pater Stanislaus geht wie berichtet im Herbst in die von ihm stets geförderte Mission in Uganda. Was der Ordensmann angepackt habe, habe er mit großer Leidenschaft getan, so Schubert weiter.

Gerd Werner, Altbürgermeister und Vorsitzender des Fördervereins von St. Felix, erinnerte beim Weißwurstfrühschoppen, dass Pater Stanislaus viele Gläubige, vor allem Familien und Kinder, an St. Felix gebunden habe. Dies bestätigte auf dem Fest auch ein Blick durch die Reihen und aufs Karussell.

Oberstudiendirektor Anton Dobmayer, der Leiter des Berufsbildungszentrums und regelmäßiger Kirchgänger, wird die "zuvorkommende Art und Volksnähe" fehlen. Doch für ihn birgt jeder Neuanfang auch einen Zauber. "Viele warten darauf, wie es unter der neuen Führung weitergehen wird." Ob im nächsten Jahr erneut ein Uganda-Fest oder eine Veranstaltung ähnlicher Art organisiert wird, steht in den Sternen.

"Ich hoffe natürlich, dass es so weitergeht", gestand Pater Stanislaus. In 15 Jahren sei etwas gewachsen. Das Wichtigste für den Franziskanerminoriten ist, dass die 160 Patenkinder in Uganda weiter betreut werden. "Es ist eine langfristige Sache, dass die Kinder dort in die Schule gehen können." Niemand könne so ein Fest alleine aufziehen. Stanislaus zeigte sich überzeugt, dass die Neustädter weiterhin helfen. Die Kooperation mit der Roschauer Feuerwehr, den Eltern der Minis, dem Ugandakreis, Schabernak, der Musikschule und vielen Pateneltern laufe bestens und habe sich bewährt.

Das durften die Festbesucher auch am Sonntag erfahren. Zum Fahrradgottesdienst vor der Wallfahrtskirche waren viele Pedalritter den Berg hinauf gestrampelt. Die Musik kam von "Carpe Diem". Anschließend gab es im Klostergarten einen Weißwurstfrühschoppen. Helfer versorgten die Gäste mit Gegrilltem, Getränken, Kaffee und Kuchen sowie der Mini-Salatbar. Die Kinder durften kostenlos Karussell fahren und Ponyreiten.

Weitere Attraktionen waren ein Flohmarkt und ein Bücherbasar. Für den musikalischen Schwung sorgten das Jugend-Akkordeonorchester von Jürgen Eckert und die Stadtkapelle unter der Leitung von Karl Wildenauer. Der Erlös aus dem Fest ist für ein neues Ausbildungszentrum für Mädchen in Kakooge bestimmt.

Nicht nur für Pater Stanislaus gab es Momente des Abschieds. Auch Franz Pöllath, Vorsitzender der Roschauer Feuerwehr, war es schwer ums Herz. Er und seine Helfer kümmern sich seit 2001 um den Getränkeausschank. "Wir können nur hoffen, dass ein Nachfolger ein ähnliches Fest aufzieht. Wir wären auf jeden bereit, auch in Zukunft zu helfen."
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