Dem Malz tolle Töne entlocken
"Lichtblicke"- Bierkulinarum vereint viele Seiten des guten Geschmacks

Der Tiroler Brauer Christoph Bichler und Biersommeliére Lisa Luginger verstehen sich blendend - nicht nur, wenn es um die Tiroler Craft Biere aus Bichlers Sudkessel geht. Bild: hfz
 
Nachtmann-Vertriebsleiter Christian Kraus gibt beim Bierkulinarium Tipps, wie der Geschmack edler Biere in besonderen Gläsern gut zur Geltung kommt. Archivbild: ui

Von der Oberpfalz über Franken bis Österreich führt die sensorische Reise beim "Lichtblicke"-Bierkulinarium am Freitag, 11. November. Zu entdecken gibt es ein einmaliges Zusammenspiel von Speisen und Getränken sowie Gläsern und Geschirr.

"Der Konsument, aber auch der Brauer und Gastronom glauben oft nicht, welchen Einfluss das Glas auf den Geschmack und Genuss hat", sagt Nachtmann-Vertriebsleiter Christian Kraus. Biersommelière Liga Luginger bestätigt das aus den Erfahrungen bei zahlreichen Verkostungen. Kraus: "Dieses Zusammenspiel lässt sich beim Bierkulinarium wunderbar ausprobieren."

Kraus bringt in die "Lederer"-Scheune in Tännesberg sechs verschiedene Spiegelau-Gläser mit, die auf die von Biersommelier Florian Neuhierl ausgesuchten Biere abgestimmt sind. Alle Gäste dürfen daraus beim Bierkulinarium die hochwertigen Gerstensäfte verkosten.

Junger Wilder am Sudkessel


Deren Spektrum reicht von einer Variante des Rebhuhnzoigls über ein fränkisches Rauchbier aus der Bamberger Gegend bis zum Craft Bier aus Tirol. Das Land am Inn gilt gemeinhin nicht als Hort guter Braukunst. Doch Bierexpertin Luginger hat andere Erfahrungen gemacht und lieben gelernt: "Hier entstehen kleine Brauereien, die gutes handwerkliches Bier brauen." Einer der innovativen Brauer dort ist Christoph Bichler.

Der 26-Jährige stammt aus einem landwirtschaftlichen Betrieb in Schwoich zwischen Kufstein ud Wörgl. Der Vater hat 2004 die Kleinbrauerei gegründet. Bei einem Amerikaaufenthalt hat der Junior neue Sorten entdeckt und ist mittlerweile unter den Top drei der österreichischen Craft-Bier-Brauer.

Dazu ist weiterhin viel Handarbeit nötig. Luginger: "Die Malzsäcke schleppt er selbst, und in Tännesberg ist der Tiroler dabei." Wer bei Rauchbier an das weltberühmte Schlenkerla denkt, wird sich wundern, wie mild und zahm sich die fränkische Spezialität von der Brauerei Weiherer genießen lässt. Schon optisch zeigt das goldgelbe Bier den Unterschied zum schwarzen Hammer des berühmten Bruders.

Schokolade und Kaffee


Kräftig mit nahezu kaffeeartig anmutenden Malznoten kommt eine Spezialität daher, die Michael Eismann extra für das "Lichtblicke"-Bierkulinarium eingebraut hat. Sein Schoko-Stout ist streng nach dem Reinheitsgebot entstanden. Die kräftigen Geschmacksnoten entlockt er dem Malz.

Dazu hat der Altenstädter im Gärbottich kalt gehopft. "Ich wollte den starken Geschmack nicht hopfenlastig übertönen." Die inneren Werte sagen 18 Prozent Stammwürze, das bedeutet einen Alkoholgehalt von 7,2 Prozent Alkoholgehalt.

Die Idee zu dem Bier haben Neuhierl und Eismann gemeinsam geboren. Und wie ist es geworden? "Ich finde, dass die Geschmacksnoten, die wir geplant haben, gut getroffen sind", meint Eismann. "Was wir gekostet haben, geht genau in die Richtung Schokolade und Kaffee."

Karten für das um 19.30 Uhr beginnende Bierkulinarim, bei dem auch Eismann dabei sein wird, gibt es zum Preis von 75 Euro bei "Der neue Tag", an allen NT-Ticket-Vorverkaufsstellen sowie unter www.nt-ticket.de. Der Erlös kommt Bedürftigen in der Region zugute.

Die KücheDie Köche um Krankenhaus-Gesamtküchenleiter Martin Schiener, Jürgen Blockbergen, Philipp Troidl, Max Hoyer und Küchenmeister Ronny Hinderlich servieren zu den korrespondierenden Bieren eine gefüllte Gurke mit Flusskrebs-Ingwercreme, Kartoffelsuppe mit Steinpilzen, geräuchertes und knuspriges Saiblingsfilet mit getrüffeltem Wirsing- und Kürbissahnemus sowie Zwiebelmarmelade. Dann kommt Tafelspitz aus dem Kaminofensud auf den Tisch und zum Abschluss Kaffee-Panna-Cotta samt einem Duett von Vanille- und Ananaseis. (ui)
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