Der Schmidrangen
Ein Weg zum Verlieben mit vielerlei Schreibweisen

Einer der idyllischsten Wege der Stadt verläuft oberhalb der Waldnaab von der Freizeitanlage fast bis zur Naabbrücke. Wenn ein Verliebter seiner Angebeteten die Nachricht zukommen lässt, sich mit ihr am Schmidrangen treffen zu wollen, braucht er auf die Schreibweise (fast) nicht zu achten. Hält er sich ganz modern an Google Maps oder eine offizielle Vermessungskarte von 1955, verwendet er Schmidranken. Ebenso steht es beim Geoportal der Staatsregierung. "Und die müssten es ja wissen", schmunzelt Stadtarchivarin Ursula Wichert. Wenn nicht, können die Experten des Landesamtes für Digitalisierung, Breitband und Vermessung nach dem Umzug nach Windischeschenbach in der Kreisstadt nachsehen. Dort kennt selbst der Bürgermeister das Weglein unter der Bezeichnung Schmidranger, wie es auch im Urkataster von 1838/39 aufgeführt ist. Heinrich Ascherl verwendet in seiner Chronik von 1982 den Begriff Schmiedrangen. Der Name beziehe sich auf den Abhang hinter den Schmieden, darunter den ehemaligen Schermschmied. Ein anderer Name sei Schlossrangen. "Es ist wie überall im Leben. Richtig falsch ist weder die eine noch die andere Schreibweise", lacht Rathauschef Rupert Troppmann. Bild: Götz

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