Deutlich mehr Geburten
Landkreis Neustadt/WN schafft die Trendwende

Im Landkreis erblickten 2015 wieder mehr Babys das Licht der Welt. Bild: Götz

Die Trendwende scheint geschafft. Zum zweiten Mal in Folge sind 2015 mehr Kinder auf die Welt gekommen. 798 Neugeborene bedeuten gegenüber 2014 ein Plus von 10,7 Prozent. Dabei sind in der Statistik die vielen amerikanischen Babys noch gar nicht enthalten.

Mit diesen erfreulichen Zahlen hat der Landkreis im vergangenen Jahr erneut die negative Entwicklung gestoppt, die 1998 eingesetzt hatte. 2015 wurden in den Standesämtern der 38 Städte und Gemeinden 721 Geburten gemeldet. Das sind auf 1000 Einwohner rund 8,6 Neugeborene. Die Quote liegt eine Geburt höher als noch 2014. Von der Rekordzahl von 1075 Geburten im Jahr 1996 ist der Kreis aber immer noch weit entfernt.

Nicht meldepflichtig


Spitzenreiter bleibt Grafenwöhr. Die Soldatenstadt meldet 65 Babys. Das sind 15 oder 30 Prozent mehr als 2014. Und das sind fast alles Grafenwöhrer Kinder, denn die US-Bürger sind bei der Statistik nicht eingerechnet. "Die Amerikaner sind nicht meldepflichtig", weiß Bürgermeister Edgar Knobloch. Allerdings zeigten einige deutsche Frauen eine Geburt an und gäben einen Amerikaner als Vater an. Aber das seien deutlich weniger als zehn Prozent, schränkte der Rathauschef ein.

Die größte Stadt im Landkreis, Vohenstrauß, rangiert mit 55 Neugeborenen - das sind 7 oder 14,6 Prozent mehr als 20214 - auf Platz zwei. Und auch die Kreisstadt hat mit 47 Babys (plus 4,4 Prozent) den dritten Rang verteidigt. Dahinter folgen Eschenbach (42 Geburten, plus 7,7 Prozent), Windischeschenbach (40 Geburten, plus 2,6 Prozent) und Altenstadt/WN (39 Geburten, plus 25,8 Prozent).

Haberland liegt hinten


Prozentual den Vogel schoss allerdings Leuchtenberg ab. Die Marktgemeinde hat die Zahl der neuen Erdenbürger mehr als verdoppelt: von 7 auf 16. Das ergibt einen Zuwachs von 128,6 Prozent. Ähnliches gelang Schirmitz mit plus 91,6 und Theisseil mit plus 83,3 Prozent.

Das größte Minus müssen Luhe-Wildenau (10 Geburten weniger, 29,4 Prozent), Kohlberg (minus 6, minus 35,3 Prozent), Kirchendemenreuth (minus 4, minus 40 Prozent), Mantel (minus 4, minus 21,5 Prozent) und Waldthurn (minus 4, minus 21,0 Prozent) verschmerzen. Die wenigsten Babys brachten 2015 Kirchendemenreuther Mütter auf die Welt: nur 6.
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