Die Naab brennt
Bunter Sternenregen

Lagerfeuer-Romantik an der Waldnaab - das Spektakel des Faschingsvereins genießen von Jahr zu Jahr mehr Besucher. Bilder: bgm (2)

Rufe der Begeisterung, gebannt in den Nachthimmel gerichtete Blicke und offene Münder - auf die Überraschungen, die sich der Faschingsverein für seine Gäste bei "Die Naab brennt" hatte einfallen lassen, reagiert jeder auf seine Weise.

Gegen 22 Uhr wurde es auf einmal laut. Elferrat Julian Kuttner, der beim Fest der Neustädter Narren federführend die Feuerkörbe und -tonnen auf der Naab arrangiert und entzündet, hatte ein fünfeinhalb Minuten währendes Feuerwerk vorbereitet. Dazu war der Störnsteiner bis nach Kulmbach zu einem Fachhändler gefahren, um die Feuerwerksbatterien zu kaufen und sich den Aufbau und den Start mit einer Funkzündanlage erklären zu lassen.

"Leuchtkugeln, laute Blitzknallzerleger - hier war von allem etwas dabei", sagte René Jung von der Firma Event Pyrotechnik, der zusammen mit seiner Frau Antje auf Einladung Kuttners nach Neustadt gekommen war. Bei dem Feuerwerk handle es sich um eines der Kategorie zwei, also eines, das grundsätzlich jede Privatperson abfeuern darf. "Aber es war sehr viel und professionell zusammengestellt", betonte Jung. 600 Schuss Batteriefeuerwerk mit einer Nettoexplosionsmasse von drei Kilogramm ließen den Nachthimmel über der Freizeitanlage mit Fontänen und Sternenregen in allen Farben erleuchten.

Das laute, rhythmische und schneller werdende Knallen erzeugte eine regelrechte Dramatik. "Es war so zusammengestellt, dass es am Ende ein schönes, lautes Finale gibt", erklärte Jung. "Es kommt relativ selten vor, dass man sein eigenes Feuerwerk, das man verkauft, selbst sieht", freute sich Antje Jung. "Er hat es super gemacht", lobte die Pyrotechnikerin Julian Kuttner, dem die staunenden Zuschauer kräftigen Applaus spendeten. Schon vor der tosenden Feuerwerksüberraschung hatten sich die Festgäste am Ufer der Waldnaab gesammelt oder das Geländer der Fußgängerbrücke gesäumt, um im warmgelben Schein der Flammen den Sommerabend zu genießen.

Die Gäste würden von Jahr zu mehr, freute sich Vorsitzender Michael Hierold. Schon nachmittags stärkten sich die Besucher des parallel stattfindenden Kinderfestes mit bayerischen Spezialitäten. Zusätzliche Sitzgarnituren wurden herbeigeschafft, gleich mehrmals mussten Getränke und Speisen nachgeordert werden. "Trotz der großzügigen Kalkulation reichte es nicht aus. Zuletzt haben wir sogar noch bei einer Tankstelle nachgekauft", freute sich dritter Vorsitzender Michael Bauer.
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