Dienstlich im Sattel
Rathaus steht auf Elektroantrieb

Bürgermeister Rupert Troppmann radelt gerne mit dem beliebten Dienstrad mit Elektroantrieb von Termin zu Termin. Bild: Gerhard Götz

Hauptnutzer ist Bürgermeister Rupert Troppmann. Der begeisterte Hobby- und Urlaubsradler steigt seit einem Jahr auch dienstlich verstärkt in die Pedale.

Im Erdgeschoss des Rathauses hat das städtische E-Bike seinen vor Wind- und Regen geschützten Platz. Den Schlüssel verwahrt Marina Hackenberg im Vorzimmer des Bürgermeisters. Ihr Chef ist einer der eifrigsten Nutzer des E-Bikes. Zum Gratulieren bei Geburtstagen packt Troppmann die Blumen in den Korb des Rades und düst lost - außer bei Regen. Auto braucht er innerhalb der Stadt so gut wie nicht. Ins Rathaus geht er zumeist zu Fuß.

Mit gutem Beispiel voran


Man könne den Bürgern nicht nur predigen, das Auto stehen zu lassen und zu Fuß zu gehen oder zu radeln, meint Troppmann. "Ich will mit gutem Beispiel zu vorangehen." Mit dem E-Bike könne man den Leuten zeigen, dass der Alltag damit selbst in so einer topografisch schwierigen Stadt zu bewältigen sei. "Bevor ich ins Auto steige und einen Parkplatz suche, schnappe ich mir das E-Bike und stelle es am Ziel vor der Haustür ab." Der Bürgermeister genießt es, im Vorbeifahren die Leute zu grüßen, ein kurzes Wort zu wechseln. "Es macht irrsinnig Spaß."

Die Stadt hat kein eigenes Dienstauto für ihre Beschäftigten, aber mittlerweile das E-Bike. Auch ökologisch sieht Troppmann die Verwaltung hier mit einer gewissen Vorbildfunktion. Das einzig negative sei das Wetter. "Du kannst mit Regenschirm nicht fahren. Termine sind unaufschiebbar und fix."

Schneller in der Stadt


Auch die Erfahrungen von Geschäftsführer Peter Forster sind positiv. "Du brauchst dich nicht so anzustrengen wie mit dem normalen Radl und kommst auch im Anzug unverschwitzt an." Mit dem E-Bike sei er in der Stadt schneller unterwegs als mit dem Auto, hat der 46-Jährige festgestellt. "Ich komme oft zu Fuß oder mit dem normalen Radl in die Arbeit und fahre dann mit dem E-Bike weiter." Forster spricht von einer guten Sache für die Umwelt und einer guten Anschaffung für die Stadt.

"Es ist schon sehr komfortabel den Berg hinauf", meint Renate Greiner. Sie hat das E-Bike auf dem Weg zum Gymnasium ausprobiert. "Man kommt entspannt und schnell von A nach B." Parkplatz müsse man auch keinen suchen. Da sie wenig im Außendienst sei, unternahm sie noch keine weitere Testfahrt. "Eigentlich ist es eine super Sache", ist Greiner überzeugt. Für den Arbeitsweg sei ein E-Bike für die Wurzerin derzeit keine Alternative. "Von den Kilometern her schon, aber ich nehme die Kinder ein Stück mit."

Vorzimmerdame Hackenberg hat das städtische Zweirad noch nicht ausprobiert, wohl aber ein anderes. "Es gibt nichts Schöneres zum Fahren. Das ist wie Urlaub. Wenn ich mal von Wiesau nach Neustadt ziehe, lege ich mir ein E-Bike zu", schwärmt die 23-Jährige. Ihr Kollege Peter Spachtholz strampelt meist ohne Motor mit dem eigenen Radl. "Für jemanden, der mit dem Rad in Neustadt unterwegs ist, ist das E-Bike sicher eine Erleichterung, die Berge zu bewältigen."
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