Drei Bauwerke für Barrierefreiheit
Schüler bekommen heute Eis

Einer der beiden neuen Treppenlifte diente in der Mittelschule als Kulisse für das Bild zum offiziellen Abschluss der Sanierung. Die Bildungsstätte ist damit auch für gehbehinderte Schüler barrierefrei. Bild: Götz

Die offizielle Feier zur Fertigstellung der barrierefreien Mittelschule war am Mittwoch. Für die Schüler gibt es die Belohnung, dass sie Baulärm und Staub ertragen haben, erst heute.

Bürgermeister Rupert Troppmann wollte mit den Grußworten, der Musik und dem Imbiss den Unterricht so wenig wie möglich stören. Zugleich war es ihm aber auch eine Anliegen, die Jugendlichen nicht zu vergessen und ihnen eine Freude machen. Deshalb versprach er ihnen für heute Eis.

Rektor Michael Koppmann lobte das Entgegenkommen der Arbeiter während des Baus. "Es gab kaum Belästigungen. Sie haben alle Absprachen eingehalten. An Tagen mit Prüfungen war es still." Er sei überrascht, dass die Toilettensanierung so schnell gegangen ist.

Ort für gute Leistungen


Bereits heute finde Inklusion in der Bildungsstätte jeden Tag statt, verwies der Schulleiter auf Jugendliche mit Autismus, Sehbehinderung oder sonstigem besonderen Förderbedarf, die am Felixhügel unterrichtet werden. Nach einem Jahr an der Schule lobte er das Schulamt als sehr kooperativ, die Lehrer als aktiv, die Zahl der Schüler als stets zu wenige, die Eltern als engagiert und die Stadt, die als Sachaufwandsträger vieles zahlen müsse, als Glücksfall. "Eine schöne Schule wirkt sich zusammen mit einem guten Lehrumfeld auf die Leistungen positiv aus."

Der Einbau von zwei Treppenliften und einer auch für Rollstuhlfahrer geeigneten Toilette kostete die Stadt 184 000 Euro. 80 000 Euro steuerte der Freistaat bei. "Diese Summe zeugt davon, dass unser Engagement für eingeschränkt bewegungsfähige Mitbürger nicht nur ein Lippenbekenntnis ist, sondern, dass sie dafür auch finanzielle Mittel aufwendet", bekräftigte Rathauschef Troppmann. Er nannte die Maßnahmen die Abrundung der Sanierung der Mittelschule.

Wegen der Hanglage habe man die Bildungsstätte ursprünglich mit Halbgeschossen gebaut. Daraus ergaben sich Schwierigkeiten für gehbehinderte Menschen. Nun gehe die Stadt mit gutem Beispiel voran, um die Gebäude an die Bedürfnisse der Zeit anzupassen und behinderte Mitbürger in den alltäglichen Lebensablauf mit einzubeziehen. Architekt Georg Binner betonte, dass die Baukosten nahezu den Schätzungen nach den ersten Planungen im Frühjahr 2015 entsprachen. Das WC sei zwischenzeitlich auf dem Stand eines Rohbaus gewesen und am 22. April fertiggestellt worden.
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