Feuerwehr Lanz beim Patenbitten
Knien auf dem Holzscheit hat bald ein Ende

Helmut Staratschek, Gerd Kraus, zweiter Bürgermeister Eka Reber, Oskar Schwarz, Bürgermeister Troppmann, Landtagsabgeordnete Annette Karl, dritter Bürgermeister Heribert Schubert und Kommandant Michael Spranger (von rechts) stießen auf das gelungene Patenbitten an. Bild: arw

Bürgermeister Markus Ludwig, zugleich Vorsitzender der Lanzer Feuerwehr, kniete auf einem Holzscheid nieder, um zu bitten. Neben ihm Kommandant Gerd Kraus.

Was war denn da vor dem Landratsamt los? Es wimmelte es nur so vor Feuerwehrleuten in ihren Uniformen. Selbst fördernde Mitglieder beider Feuerwehren waren anwesend. Punkt 18 Uhr ertönte die Trommel der Störnsteiner Blasmusik unter Leitung von Gerhard Träger. Mit den Marschtönen setzten sich die Lanzer Truppe in Bewegung.

Die Straße wurde für kurze Zeit abgesperrt. Es ging Richtung Landratsamt, wo sich die Neustädter Wehr formatiert hatte. Unter ihnen Bürgermeister Rupert Troppmann, etliche Stadträte und Landtagsabgeordnete Annette Karl. Auf der anderen Seite Gemeinderäte, Träger der Bürgermedaille, zweiter Bürgermeister Eka Reber. Die Lanzer hatten nicht nur das Holz zum Knien mitgebracht, sondern auch Flüssiges. Kommandant und Vorsitzender knieten vor den Neustädtern nieder. Der Kommandant erinnerte in Versform daran, dass es 125 Jahre her ist, dass sich in Lanz eine Feuerwehr gegründet hat.

"Erhöret unser bitten"


"Wir als Nachkommen haben das Erbe übernommen, dem Leitspruch alter Zeit getreu, die Jahre hindurch und stets aufs neu, Gott zur Ehr und seit jeher dem nächsten zur Wehr. Die Jahre vergingen, sie zogen ins Land und unsere Wehr hat immer noch Bestand." Innigst baten die beiden aus Lanz: "Bitte übernehmt's doch die Patenschaft. Zerknirscht knien wir im Staub und fragen euch mit Verlaub, oh erhöret unser bitten, wir haben schon genug gelitten. Unsere Knie, oh Weh, oh Graus, wir halten es nimmer aus."

"Es ist eine große Ehre, wieder Pate zu sein", sagte Vorsitzender Helmut Staratschek. Er versprach, fürs nächste Jahr die volle Unterstützung. Mit dem Tausch der Urkunden wurde angedeutet, dass man sich auf die Neustädter verlassen kann. Bürgermeister Troppmann sprach von einem gut erhaltenen Patenonkel. "Wir sind gerne Pate und wünschen zum Fest das gleiche schöne Wetter wie heute."

Freibier für alle


Zweiter Bürgermeister Reber sah es als etwas besonderes, wenn sich der Chef aufs Holzscheit kniet. Er wünschte schon heute dem Fest einen guten Verlauf. Nach dem Bayernlied gab's Freibier für alle am Platz. Im Schein der lodernden Fackeln zogen beide Feuerwehren mit den Gästen mit Marschmusik ins Gerätehaus, wo die Patenschaft richtig gefeiert wurde.
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