Freizeitanlage
Ralf Möhrle neuer Pächter in der Gramau

Die Freizeitanlage wird ab März Ralf Möhrles zweiter Biergarten neben dem Weidener Stadtbad. De frühere Discothekenbetreiber hat bereits einige Ideen. Bild: Götz

"Wir wollten einen Profi", sagt Bürgermeister Rupert Troppmann. Kurz zuvor hatte sich der Finanzausschuss für einen neuen Pächter des Freizeitanlagen-Wirtshauses entschieden. Der Neue erfüllt dieses Kriterium. In Neustadt hat er allerdings noch keine Gastronomie-Erfahrung.

Ralf Möhrle ist vor allem in der Weidener Gastronomie ein Begriff. Teatro, Street Move, Unverschämt, Car Wash - der 57-Jährige ist in der Kneipen- und Diskothekenlandschaft eine Institution. Zuletzt hat er es ruhiger angehen lassen und den Biergarten des Weidener Stadtbads aufgehübscht.

Genau da will er ab 1. März in der Gramau anknüpfen. "Das kann man ähnlich betreiben: schöne Brotzeiten, kaltes Bier, heißer Cappuccino", fasst es Möhrle zusammen. Ein genaueres Konzept hat er noch nicht in der Schublade. "Ich weiß auch erst seit Dienstagabend, dass ich den Zuschlag bekommen habe."

Laut Troppmann hat es noch drei Mitbewerber gegeben. "Die Bedingungen bleiben im Großen und Ganzen gleich. Für Möhrle spricht seine Erfahrung und dass er die Neustädter Mentalität kennt." Diese Mentalität erscheint Möhrle nicht anders als die anderer Oberpfälzer. Er denkt aber vor allem daran, den Kreisstädtern mit den Öffnungszeiten von Biergarten und Gasthaus entgegenzukommen. "Ich will das so drehen, dass es auch mittags interessant wird."

Wer am Landratsamt oder am Stadtplatz arbeitet, soll dort in der Mittagspause zügig bedient werden und in Ruhe ein Schnitzel, selbst gemachten Obatzt'n oder Tomaten-Mozzarella-Salat essen und ein bisschen Natur tanken können. Der Altherrenfußballer der DJK könnte sich vorstellen, vor allem im Sommer um 10 Uhr aufzusperren und dann durchgehend geöffnet zu haben. "Wenn es richtig heiß ist, auch mal bis Mitternacht." Zudem plant er Aktionstage: mal Makrelen, mal Tellersulz, mal Spare Ribs vom Grill.

Fußball und Serenaden


Bevor es in die Feinplanung geht, will Möhrle abwarten, wann die Stadt welche Serenaden ansetzt. Zudem hat er die Fußball-Europameisterschaft im Hinterkopf. Er überlegt, zumindest alle Spiele der deutschen Mannschaft zu zeigen.

Zunächst steht nach Dreikönig ein Ortstermin an. Zusammen mit Vertretern der Stadt will Möhrle das Gasthaus inspizieren, das etwas renoviert werden soll. "Wenn du richtig kochen willst, musst du ein bisschen was an der Küche und den Geräten machen."

Ganz allein kann der in Altenstadt lebende Badener das nicht stemmen, denn in der Freizeitanlage ist er auch für den Campingplatz zuständig. "Da muss ich Leute anstellen, schon allein wegen der Reinigung." Ansonsten gilt das Prinzip des Weidener Stadtbads: keine "Location" mit englischem Namen, kein Schnickschnack. "Ein Biergarten ist was Bodenständiges."
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