Für „Lichtblicke“ und Arbeitskreis Asyl
Landrat Andreas Meier verzichtet auf Weihnachtspost

Stephan Oetzinger und Markus Heining (von rechts), Karl Lorenz (Vierter von links) und Günter Stich (links) überreichten an Fritz Betzl und Uli Münchmeier (Zweiter und Dritter von links) von den Arbeitskreisen Asyl in Eschenbach und Vohenstrauß einen Scheck über 1375 Euro. Landrat Andreas Meier (Vierter von rechts) verzichtete auf postalische Weihnachtsgrüße und spendete die eingesparten Kosten an die Aktion "Lichtblicke" mit Schirmherrin Elisabeth Wittmann. Bild: bgm

Weihnachtsgrüße im Briefkasten sind schön und gut, kosten aber auch Geld. Landrat Andreas Meier hat auf seine Weihnachtspost verzichtet und das dadurch eingesparte Geld an die Hilfsaktion "Lichtblicke" gespendet.

Schirmherrin Elisabeth Wittmann freute sich über einen Scheck über 1000 Euro. Meier betonte, dass er sich eine Hilfseinrichtung ausgesucht habe, "wo ich aus persönlicher Erfahrung weiß, dass das Geld vernünftig angelegt wird". "Unsere Bevölkerung ist sicher, dass es direkt in der Region ankommt", bestätigte Wittmann. Seit 21 Jahren leiste Lichtblicke das ganze Jahr über Hilfe für bedürftige Menschen. Der Grundsatz der Anonymität werde zu einhundert Prozent durchgezogen.

Vohenstrauß: Patenfamilien


Bereits im vergangenen Jahr hatten sich die Kreistagsfraktionen darauf verständigt, die Sitzungsgelder des Monats Dezember für gemeinnützige Zwecke zu spenden. Im Jahr 2015, in dem die Flüchtlingssituation eines der dominierenden Themen gewesen sei, bedachte man die Arbeitskreise Asyl in Eschenbach und Vohenstrauß mit 1375 Euro. "Wenn man das draußen nicht schaffen würde, dass Ehrenamtliche die Akzeptanz erreichen, ginge das so nicht", lobte Landrat Meier das Engagement der beiden Arbeitskreise.

Mit rund 20 Helfern betreue die Eschenbacher Einrichtung aktuell 77 Flüchtlinge. "Es wird schwieriger werden, wenn Familien mit acht Kindern Wohnungen suchen müssen", sagte Fritz Betzl. Sein ausdrücklicher Dank galt den Mitarbeitern des Sozialamts: "Man muss das wirklich bewundern, was die seit Monaten leisten." In Vohenstrauß kümmern sich seit November 2014 rund 60 Ehrenamtliche um bis zu 120 Flüchtlinge. Nach dem Prinzip "Hilfe zur Selbsthilfe" hat der Arbeitskreis ein Patensystem eingerichtet. Jede dezentral untergebrachte Familie könne anfangs auf die Unterstützung einer Patenfamilie zählen. "Die Sprache ist das größte Problem", sagte Uli Münchmeier. Mit dem Angebot der Volkshochschule sei aber schon Gutes erreicht worden. Die Bevölkerung nehme die Asylbewerber offen auf, auch wenn die hohe Fluktuation die Arbeit nicht einfacher mache. "Ich denke, wenn wir so weitermachen, kann Integration auch funktionieren", blickt Münchmeier zuversichtlich in die Zukunft.
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