Gestickter Stolz
Feuerwehr freut sich über neue Standarte

Stolz präsentiert Vorsitzender Helmut Staratschek und Kommandant Michael Spranger (von rechts) die neue Standarte mit einer bekannten Altstadtansicht. Bild: arw

Seit kurzem liegt die neue Standarte der Feuerwehr im Unterrichtsraum, weil der Fahnenschrank noch nicht fertig ist. Die Brandschützer um Vorsitzenden Helmut Staratschek haben aber noch einen Wunsch.

2019 feiert die Feuerwehr ihr 150-jähriges Bestehen. Dafür sucht sie bereits jetzt Festdamen. Staratschek ist die Vorfreude schon jetzt anzumerken. In der Jahreshauptversammlung zeigte er schöne Bilder der neuen Standarte. Sie bleibt jedoch bis zur Segnung im Frühjahr im Gerätehaus.

Bisher hatte die Neustädter Wehr nur Fahnen. Die letzte schaffte sie zum 100-jährigen Gründungsfest 1969 an. Stadtrat Oskar Schwarz war noch Feuerwehrreferent, als das Thema Standarte wieder zur Sprache kam. Sein Nachfolger Franz Witt hat die Idee weiterverfolgt. Vor zwei Jahren fasste die Vorstandschaft schließlich den Beschluss, die Idee in die Tat umzusetzen und dafür Spenden zu sammeln.

Die Resonanz war überaus positiv. Die Beträge beliefen sich zwischen 50 und 500 Euro. Insgesamt waren es 44 Spender. Rund 7000 Euro kamen zusammen. Für sie alle wird laut Staratschek eine Spendentafel erstellt. Der Betrag wird darauf nicht genannt. Anfang des Jahres kam es bei der Firma Kössinger in Schierling zur ersten Besprechung über die Gestaltung der Standarte. Im Frühjahr wurde ein Kleinentwurf genehmigt. Im Mai erteilte die Vorstandschaft den Auftrag.

Für die Ortsseite auf der Standarte hatte sich die Führung die Altstadt-Silhouette vom Rathaus bis zum Haus Enslein vorgestellt. Im Vordergrund erscheint der Stadtbrunnen. Rechts unten ist das Stadtwappen mit der Inschrift "Freiwillige Feuerwehr 1869 - 2017 Neustadt a.d. Waldnaab" eingewebt. Die beiden Zahlen verdeutlichen das Jahr der Gründung und der Fahnenweihe. Diese Abbildung wurde auf cremefarbenem Samt mit mittelroter Umrandung, naturgetreu in Kunstseide gestickt. Der Text steht in Goldlurex-Stickerei mit feinen Schattierungen, die Eckenverzierungen entstanden in Handarbeit.

Auf der anderen Seite ist der heilige Florian in römischer Uniform zu sehen. Es dominiert mittelroter Brillantsamt, auf dem der Feuerwehr-Sinnspruch "Gott zur Ehr - dem Nächsten zur Wehr" steht. Die Ecken zeigen Flammenornamente. Die Standarte ist 90 mal 90 Zentimeter groß und an einer drei Meter langen Stange befestigt. Den kirchlichen Segen erhält sie, sobald das neue Feuerwehrauto eintrifft. Die Verantwortlichen um Kommandant Michael Spranger rechnen damit Anfang Mai.

Fest im BlickDas 150-jährige Bestehen der Feuerwehr feiert sie vom 14. bis 16. Juni 2019. Doch bereits 2018 will sie mit Festdamen andere Feiern im Umkreis besuchen und für die eigene Veranstaltung werben. Junge Frauen zwischen 16 und 22 Jahren können sich bereits jetzt beim Vorsitzenden Helmut Staratschek, Telefon 0171/2018794 melden. (arw)
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