Gymnasium führt mit 150 Beteiligten
Singende und tuschelnde Zebras

Buschhase Tschipo (Franziska Wüst) versteht sich mit den Gespenstern, die nachts immer wieder das Wasser stahlen, prächtig.

"Ein Kompliment an Frau Bauer und an Frau Ruhland-Zahner. Das hat einen richtig mitgenommen", dankt Daniela Pöllath nach der Aufführung von "Kwela, Kwela". Hase "Tschipo" rettet dank seiner Musikalität die Steppentiere vor dem Verdursten. Am Ende läuten sogar die Hochzeitsglocken.

"Und natürlich auch der Band, Herrn Gleixner und Herrn Assion ein Riesenkompliment", schwärmt Pöllath, die Mutter zweier Protagonisten. Sie kann die Leistung einschätzen, schließlich ist sie im Basaltheater Parkstein schon selbst auf der Bühne gestanden. Sohn Maximilian mimte "Jake", das zerbeulte Zebra, das sich in "Priscilla", ein Zebra-Weibchen mit "den schärfsten Streifen Afrikas" bis über beide Ohren verliebt hat.

Bis auf eine Pfanne, die in den Weiten Afrikas eigentlich schwer zu bekommen ist, kann er der Angebeteten nicht viel bieten. Maximilians Zwillingsbruder Korbinian mimt den Löwen "King George", der die Verantwortung für das Wohlergehen der bunten Vögel, der Zebras, des Elefanten und des "Lärmvogels" trägt.

Stiefel als Orakel


Eine lange Trockenzeit und fehlendes Wasser machen den Steppentieren schwer zu schaffen. Ein alter Stiefel, das einzige Überbleibsel eines Großwildjägers, dessen Gewehr bei der Löwenjagd eine Ladehemmung hatte, wird als großes Orakel befragt. Es befiehlt zu graben. "Jakes" Pfanne leistet auf einmal gute Dienste. Dumm nur, dass das einmal gefundene Wasser über Nacht wieder verschwindet.

Nur "Tschipo", der ungeliebte Buschhase, vermag die diebischen Gespenster mit seinem Flötenspiel zu besänftigen . "Franziska Wüst hat für das Stück extra Flöte gelernt, obwohl sie Geigerin ist", lobt Studienrat Wolfgang Gleixner die Fünftklässlerin. 15 Unterstufenschüler probten die fünf Tage vor der Premiere sogar täglich, um das Zusammenspiel mit dem Chor und der Big-Band von Roland Assion zu perfektionieren.

Chor mit 85 Sängern


"Ich fand's super. Es war ein harter Kampf und der Chor musste sich Einiges anhören, aber das hat sich gelohnt. Ich bin sehr zufrieden", dankt Gleixner, der den 85-köpfigen Chor dirigierte, mit dem er seit September die Gesangsstücke probte. Zusammen mit Musikern, Schauspielern, Technikern, den Helferinnen in der Maske und den Souffleusen waren rund 150 Schüler an "Kwela, Kwela" beteiligt.

Die Kostüme stellte teils das Basalttheater Parkstein, teils Karin Gleixner, die Mutter des Musiklehrers, zur Verfügung. Am Ende stimmte das Ergebnis - sowohl in der Geschichte, in der es für das "Jake" und "Priscilla" ein Happy-End gab, als auch bei der Aufführung. "Es wird mit jedem Mal besser. Ich bin sehr zufrieden", war auch Studienrätin Barbara Bauer von der Schulspielgruppe begeistert.

Am Donnerstag ist das Musical um 19.30 Uhr noch einmal im evangelischen Vereinshaus in Weiden zu sehen. An der Abendkasse gibt es noch Karten.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.