Heilige Pforte auf dem Felixberg
Großer Tag für die Wallfahrtskirche St. Felix

Guardian Pater Stanislaus zeigt die Tafel, die das schön geschmückte Nordportal der Felixkirche als Heilige Pforte ausweist. Sie ist zunächst bis Pfingsten täglich von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Es haben sich bereits zahlreiche Pilgergruppen angemeldet. Bild: Schönberger

In der barocken Wallfahrtskirche auf dem Felixberg fühlen sich viele dem Himmel näher. Ab Palmsonntag führt von hier tatsächlich eine besondere Tür zum Seelenheil.

(ms/ath) Guardian Pater Stanislaus hat von Bischof Dr. Rudolf Voderholzer den Auftrag bekommen, zum Heiligen Jahr in der Wallfahrtskirche St. Felix ein Heiliges Tor zu eröffnen. Dies geschieht am Sonntag, 19. März, vor dem 10-Uhr-Gottesdienst.

Alle Gläubigen versammeln sich vor dem Gotteshaus. Zuerst werden die Palmzweige gesegnet, bevor dann nach einem bestimmten Ritus die Segnung und Öffnung der Heiligen Pforte erfolgt. Erst dann ziehen die Besucher durch das geschmückte Nordportal in die Kirche ein.

Wer durch eine Heilige Pforte geht und einige weitere Bedingungen erfüllt, der erhält die Lossprechung von seinen Sünden. Diese Chance wollte Papst Franziskus diesmal vor allem auch älteren und kranken Menschen geben. Sie haben oft nicht die Möglichkeit, nach Rom zu kommen und dort durch eine Heilige Pforte in einer der großen Basiliken zu gehen. Deshalb gibt es erstmals weltweit in allen Bistümern weitere Kirchen, die diese Gelegenheit bieten. In der Diözese Regensburg sind es zehn.

Barrierefreier Eingang


Die Franziskaner-Minoriten haben dafür bei der Felixkirche nicht das Hauptportal ausgewählt, sondern den Eingang an der Nordseite. Das war früher der Haupteingang, er ist aber seit Jahrzehnten bis auf ganz wenige Ausnahmen geschlossen. Dieses Portal ist barrierefrei und somit ideal für kranke und ältere Menschen. Die Tür präsentierte sich am Freitag bereits schön geschmückt und erhält bis Sonntag auch noch eine besondere Tafel, die sie als Heilige Pforte ausweist.

Ablass für SündenFür den vollkommenen Ablass schreibt die katholische Kirche folgende Bedingungen vor:

Beichte

Eucharistie mit Empfang der Kommunion - dabei Gebet nach Meinung des Papstes (ein Vaterunser und ein Ave Maria)

Besuch der Ablasskirche und Gebet nach freier Wahl

Freisein von jeder Anhänglichkeit an Sünden

Laut Kirche reicht die einmalige Beichte, um mehrere vollkommene Ablässe zu empfangen. Einmalige Kommunion und einmaliges Gebet nach Meinung des Heiligen Vaters genügen jedoch nur zur Gewinnung eines einzigen vollkommenen Ablasses. Wer die Bedingungen nicht vollständig erfüllt, erhält einen Teilablass.
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