Intolerant und diskriminierend
Lobkowitz-Realschüler hören Vortrag über Rassismus und Rechtsextremismus

Die interkulturelle Erziehung sowie die Bewusstseinsentwicklung für ein ethisch angemessenes Urteilen und Handeln sind nur einige Aspekte, die im Lehrplan der bayerischen Realschulen unter der Rubrik "Bildungs- und Erziehungsschwerpunkte" zu finden sind. Darüber hinaus spielt in den geschichtlichen Lerninhalten der neunten Jahrgangsstufe die Auseinandersetzung mit der Ideologie des Nationalsozialismus' eine bedeutende Rolle.

Deshalb fand auch in diesem Jahr an der Lobkowitz-Realschule eine schulische Veranstaltung zur Prävention gegen Rechtsextremismus und für ein tolerantes Miteinander statt. Dass rechtsradikales und rechtsextremes Gedankengut nach wie vor verbreitet ist und auch immer mehr Eingang in Jugendkulturen findet, machte der Regionalbeauftragte für Demokratie und Toleranz an Schulen in der Oberpfalz, Günter Kohl, deutlich, indem er einige Gewalttaten mit rechtsradikalem Hintergrund vorstellte. Dabei ging er auch auf regionale Übergriffe von Rechtsextremisten ein.

Kohl zeigte anhand anschaulicher Beispiele die Ideologie und Denkweise rechtsextremistischer Personen auf und führte vor allem deren intolerante und diskriminierende Einstellung vor Augen.

Am Ende klärte der Regionalbeauftragte noch über rechtsextreme Symbole, Zeichen, Musik, Zahlencodes, Kleidungsmarken sowie über Bewegungen und Gruppierungen, die ausländerfeindliche, nicht ins Weltbild passende und vorurteilsbeladene Ansichten vertreten, auf. Mit dieser Veranstaltung wurde den Schülern ein besseres Begreifen und Verstehen rechtsextremistischen Gedankenguts ermöglicht und ein weiterer Beitrag dazu geleistet, sie zu weltoffenen, couragierten und toleranten Mitgliedern der Gesellschaft zu erziehen. Auch die Studienreferendare nahmen im Rahmen des Pädagogikseminars an dem interessanten Vortrag teil.
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