Jahreshauptversammlung der Corporationswaldung
Samen für Verjüngung

Nachhaltige Forstwirtschaft ist die Devise der Corporationswaldung. Das ist in den Waldzustandsbüchern seit 1825 nachweisbar. Der Erfolg gibt dem Vorstand um Hermann Schmid auch heute recht.

Aufforstung und Holzeinschlag garantieren wirtschaftliches Überleben. Dies wurde in der Generalversammlung deutlich. Im Bericht ging Schmid auf die Bewegungen in den drei von König Karl IV. 1354 den Neustädter Bürgern geschenkten Waldungen Bürgerwald, Satzberg und Öd ein. Damals waren es 10 Huben Holz, heute sind 173 Hektar Wald zu bewirtschaften.

So wurden Mitte März Schäden an einer Wiese im Girnitztal nach dem Einschlag im Vorjahr repariert. Ein besonderer Einsatz erfolgte im Bürgerwald. Mit einem Forstmulcher wurden in einer Kiefernsektion Moos und hohe Schwarzbeersträucher umgearbeitet. "Nun hoffen wir, dass auf dieser Fläche Samen anfliegt und Naturverjüngung anwachsen kann", erklärte Schmid. Nur geringen Schaden richtete Sturm Niklas an. Der Windwurf habe 14,5 Festmeter betragen.

1800 Weißtannen


Bei einer Begehung sei ihm der Zustand einer früheren Fördermaßnahme mit Buchen, Ahorn, Birken, Fichten und Eichen aufgefallen, schilderte der Vorsitzende. Einstimmig hätte der Vorstand die Abholzung beschlossen und einige gut gewachsene Bäume als Schirme stehen lassen. Nachdem 7 Selbstwerber den 30-jährigen Bestand in zwei Monaten aufgearbeitet hatten, seien 1800 geförderte Weißtannen gepflanzt worden. Insgesamt wurden im letzten Jahr 467,45 Festmeter Holz geschlagen. 2016 wurden zum Zwecke der Naturverjüngung im Bürgerwald bereits 375,36 Festmeter Kiefern gefällt und verkauft.

In allen drei Sektionen seien von David Wagner, Fabian Stich sowie Elisabeth und Helmut Weiß insgesamt 162 Nistkästen überprüft worden. Die meisten seien bewohnt. Ein fünf Meter breiter Sicherheitsstreifen wurde um den Tiefbrunnen im Bürgerwald abgeholzt. "Hier drohte die Gefahr, dass die Pumpstation durch Windwurf beschädigt wird." Außerdem waren die Wurzeln ins Gelände und den Unterbau der Straße gewachsen.

Gefällt wurden 63,9 Festmeter und 41,3 Ster Brennholz verkauft. Schmid berichtete vom Schnittlehrgang der Feuerwehr im Bürgerwald. Dies sei der erste Kurs im Landkreis gewesen, den ein eigener Ausbilder der Wehr gehalten habe.

Diplom-Forstwirt Fritsch vom Forstbüro Ostbayern erläuterte den Jahresbetriebsplan der Corporationswaldung. So sei der Einschlag nach Sturm Niklas zurückgefahren worden, da viel Sturmholz auf dem Markt gewesen sei. Er berichtete vom Holzeinschlag, der Pflanzung, der Kulturpflege und der Wegepflege. Dieses Jahr muss die Gemeinschaft einen Forstwirtschaftsplan erstellen, dessen Kosten zu 50 Prozent bezuschusst würden.

Exakte Inventur


"Die Inventur, wie viel Holz aktuell vorhanden ist, wie viel vor 20 Jahren aufgenommen und wie viel in dieser Zeit genutzt wurde, gibt Hinweise auf den tatsächlichen Zuwachs und die Nutzungsmöglichkeit", schloss er. Kassier Willi Lohwasser berichtete über den Kassenstand.
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