Jahreshauptversammlung des Allgemeinen Sozial- und Schuldnerberatungsvereins (AS-Neustadt)
Betreuung als neue Aufgabe

Die Führungsmannschaft des Allgemeinen Sozial- und Schuldnerberatungsvereins (AS-Neustadt): Vorsitzender Hans Maier (Mitte), Stellvertreter Bernhard Piehler (Fünfter von rechts), Schriftführerin Liane Heinze (Dritte von rechts) und Kassier Jürgen Schittenhelm (Dritter von links). Bild: zer

Der Allgemeine Sozial- und Schuldnerberatungsverein (AS-Neustadt) will eine neue Aufgabe übernehmen. Dazu war in der Jahreshauptversammlung im "Weißen Rössl" eine Änderung der Satzung nötig.

Vorsitzender Hans Maier berichtete über den an den Verein herangetragenen Wunsch, auch Betreuungen zu übernehmen. Mehrere Mitglieder sind bereits seit Jahren im Bereich der gesetzlichen Betreuung hauptberuflich tätig. Ziel ist es, künftig Fachpersonal dafür zu beschäftigen.

Der Verein hat derzeit 50 Mitglieder. Von den 19 Beschäftigten sind 14 sozialversicherungspflichtig, eine in Mutterschutz und fünf 450-Euro-Kräfte.

Schuldnerberater Marc-Thomas Sturm betonte, dass die Schuldner-und Insolvenzberatung für Ratsuchende weiterhin kostenlos ist. Die Arbeit in der Asylbewerberunterkunft und die Betreuung der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge laufe mit den meisten Bewohnern gut. Probleme versuche man durch Gespräche mit den Betroffenen aufzuarbeiten. Martina Dobner ist seit 2015 Koordinatorin für Asylbewerber und Quartiergeber in der Kreisstadt. Sie berichtete vom Reparieren von Fahrrädern oder dem Organisieren von Kursen und Ausflügen.

Aggressionen eindämmen


Liane Heinze bilanzierte, dass sie über 100 Personen gemeinnützige Arbeitsstunden nach gerichtlichen Auflagen vermittelt hat. Das Projekt "AAT", Anti-Aggressions-Training für Jugendliche und junge Heranwachsende, wurde vom AS-Neustadt letztes Jahr erstmals angeboten, so der Bereichsleiter und leitende Bewährungshelfer des Landgerichtes Weiden, Roman Pylypiw. "Das Angebot erfordert speziell dafür ausgebildetes Fachpersonal und ist sehr kostenintensiv." Die Sozialpädagogen Kerstin Lindner und Diana Troidl absolvierten dazu eine einjährige Ausbildung in München. Derzeit leitet ein Trainer aus Bayreuth die Gruppe. Die Vereinsmitglieder Lindner und Troidl helfen mit. "Aktuell hat ein neuer Kurs begonnen", sagte Pylypiw.

Das Projekt für Probanden der Bewährungshilfe mit zwei Wohnungen in Weiden sei ebenfalls gut belegt, sagte Leiter Patric Bautz. Er ist Bewährungshelfer beim Landgericht Weiden. Einen erneuten Zuwachs im Bereich ambulant betreutes Wohnen meldete Sozialpädagogin Izabela Widmann. So würden mittlerweile immer mehr Menschen betreut, die in Wohnungen leben und nicht im Neubau des Vereins. Der Bezirk habe 18 Plätze genehmigt.

Zwei Mitarbeiter führen über 40 Vormundschaften, berichtete Maria Bräutigam-Herzner. Zum Thema ambulante Jugendhilfe referierte Angelika Ingel.

800 000 Euro verbaut


Im neuen Haus des Vereins in der Zacharias-Frank-Straße 15 seien alle Wohnungen belegt und die Außenanlagen im vergangenen Jahr fertig geworden, berichtete Maier. 800 000 Euro hat der Verein dafür ausgegeben. "Menschlichkeit zeichnet den AS aus. Die Gesellschaft wird immer gleicher, ihr kümmert euch um die Vielfalt dieser Gesellschaft", lobte Bürgermeister Rupert Troppmann.

VorstandDer neugewählte Vorstand: Vorsitzender Hans Maier, Stellvertreter Bernhard Piehler, Protokollführer Liane Heinze, Finanzen Jürgen Schittenhelm. Als Beisitzer fungieren Roman Pylypiw, Izabel Widmann, Kerstin Lindner, Marc-Thomas Sturm, Monika Werner, Patric Bautz und Angelika Ingel. Kassenrevisoren sind Ludwig Bayer und Annett Schittenhelm. (zer)
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