Kein freier Platz mehr
Maiandacht mit den „Zupfer-Moidln“ in St. Felix – Acht Marienlieder

Wenn die "Zupfer-Moidln" in St. Felix die Maiandacht bereichern, dann ist das Gotteshaus voll. Am Mittwoch waren bereits eine halbe Stunde vor Beginn die letzten Plätze in der Wallfahrtskirche besetzt. Am Ende gab es stehende Ovationen für die Sängerinnen Waltraud Neubauer-Zupfer und Renate Zupfer-Vilas.

Guardian Pater Stanislaus freute sich nicht nur über die volle Kirche, sondern auch darüber, dass die Schwestern nunmehr seit über zehn Jahren alljährlich eine Maiandacht mitgestalten. Getrübt war die Stimmung allerdings durch die Tatsache, dass die Schwiegermutter von Renate erst vor ein paar Tagen gestorben ist. Auch des kürzlich verstorbenen Onkels der beiden, Hermann Cabla, wurde gedacht.

Mit ihrem unnachahmlichen zweistimmigen Gesang, mit dem die Zupfer-Schwestern seit Jahrzehnten weit über die Stadt hinaus bekannt sind, ehrten sie die Gottesmutter in acht Liedern. Dazu brauchten sie weder Mikrofon noch musikalische Begleitung. Mucksmäuschenstill waren es, als das Duo "O Maria Gnadenvolle, schönste Zier der Himmelsaun, blicke huldvoll auf uns nieder, die wir kindlich dir vertraun" anstimmte. Ein weiterer Höhepunkt war das teilweise wie ein Kanon gesungene "Wenn ich ein Glöcklein wär". Pater Stanislaus machte in der Predigt die Angst im Leben zum Thema. "Gott macht niemals Angst, er nimmt sie." Heilung und Rettung seien nicht durch Menschen, sondern nur durch Gott möglich. "Sei getröstet viel tausendmal" und "Sie trägt a harwas (knappes) Gwandl" in Mundart beschrieben die Gottesmutter aus der Volksseele. Der absolute Höhepunkt war zum Abschluss die "Schwarze Madonna". Die Kirchgänger sangen den Refrain mit und spendeten stehende Ovationen für den hervorragenden gesanglichen Vortrag der beiden Sängerinnen, die wie gewohnt tonsicher begeisterten.
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