Kindergarten St. Martin
Auftakt in Mischgruppe

Die Kinder der Sonnenschein-Gruppe freuen sich mit ihrer Erzieherin und ihren Kinderpflegerinnen über das neue "Baumhaus". Stadtpfarrer Josef Häring segnete das Spielgerät. Bild: szl

Über die Ferienzeit hämmern und bohren Handwerker im Kindergarten St. Martin. Jetzt erstrahlen die Räume der Sonnenschein-Gruppe in neuem Glanz.

Die Umbauten sind nicht ohne Anlass, denn die Sonnenscheins-Gruppe sind nun eine Mischgrupppe. "Auch für uns ist das absolutes Neuland", gesteht Kindergartenleiterin Gabriele Greifeneder. In der neu formierten Gruppe spielen insgesamt 19 Vorschul- und Kindergartenkinder sowie unter 3-Jährige in einer Gruppe. "Aus pädagogischer Sicht ist das sinnvoll", begründet Greifeneder den Schritt. Vor allem die Kleinen würden sich viel bei den Großen abschauen; die Vorschulkinder lernen, Verantwortung für Jüngere zu übernehmen.

Hohe Nachfrage


Gegenüber den Regelgruppen zu je 25 Kindern, ist die Anzahl der Kinder in der Mischgruppe kleiner. Erzieherin Jutta Schneeberger und Kinderpflegerin Gertraud Hauer betreuen die Kinder. Diana Rath ist seit September ebenfalls als Kinderpflegerin in der Gruppe angestellt. Die hohe Nachfrage nach Krippenplätzen in den Neustädter Kindergärten war Grund für die Umstrukturierung. "Wenn die Möglichkeit besteht, warum nicht", sagt Leiterin. Auch die Stadt Neustadt war offen gegenüber dem Projekt "Umwidmung". Einige Umbauten kamen auf den Kindergarten zu: Für die Jüngeren braucht es in den Sanitäranlagen Podeste für Waschbecken, für unter 3-Jährige musste ein Wickelraum her, die Spielebene im Gruppenraum war ein Hindernis, die Treppenabstände waren zu groß. St. Martin veranschlagte etwa 15 000 Euro Kosten. Teilweise hat die Stadt die Defizite übernommen.

Im Stuhlkreis begrüßen die Kinder Stadtpfarrer Josef Hering und Pater Rafau: "Wir wollen ihnen was zeigen." Gemeint ist das neue "Baumhaus". Hering segnet das Spielehaus und wünscht den Kindern "fröhliches Spielen und Lernen in der neuen Gruppe".

Bedenken ausgeschlagen


Elternbeirätin Anja Grundler war von Anfang an überzeugt: "Alle Kinder können profitieren". Die anfängliche Skepsis zur Umstrukturierung auf dem Elternabend sei unbegründet gewesen. "Wir müssen den Kindern auch Eingewöhnungszeit geben, aber alle fühlen sich hier sehr wohl", erklärt Erzieherin Schneeberger. Die Kirchenverwaltung genehmigte nun auch neue Spiel-Einheiten für die Regelgruppen. Anfang 2017 soll es losgehen.
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