Kompliment für den Oberpfalzverein in Neustadt
Ein Stück Heimat

Die Mitglieder haben Ernst Umann (hinten, Mitte) zum dritten Mal in Folge zum Vorsitzenden des Neustädter Oberpfalzvereins gewählt. Ihm zur Seite steht das bewährte Führungsteam. Zweiter Bürgermeister Heinrich Meier (hinten, rechts) war voll des Lobes für den "kleinen, aber effektiven Kulturträger der Stadt". Bild: prh

Was bedeutet Heimat? Diese Frage versucht der Oberpfalzverein mit seinen zahlreichen Aktivitäten zu beantworten. Zweiter Bürgermeister Heinrich Meier hatte in der Jahreshauptversammlung jedenfalls ein großes Kompliment für die Mitglieder parat.

Ziel des Oberpfalzvereins ist die Förderung der Heimatliebe und des Oberpfalzbewusstseins", betonte Vorsitzender Ernst Umann, der am Freitag im DJK-Sportheim im Amt bestätigt wurde.

Er steht nun im fünften Jahr an der Spitze des 40 Mitglieder zählenden Vereins. Keine Veränderungen brachten die Neuwahlen auch beim Rest des Vorstands. Stellvertreterin bleibt Roswitha Jobst, Kassiererin Andrea Sonnauer, Schriftführerin Conny Meyer, Beisitzerin Karin Dippl. Die Kasse wird auch künftig von der Steuerkanzlei Bernd Fuhrich geprüft.

"Der Begriff Heimat erlebt zur Zeit eine Renaissance", freute sich Umann. Rechtzeitig zu diesem Trend hat der Verein einen Hochglanz-Flyer herausgebracht. Der Vorsitzende berichtete über den Ausflug nach Pilsen und die Wanderung durchs Lerautal. Begeistert hätten die Erlebnisführungen "Sünden, Seuchen, Seelenheil" und "Von Raunacht und Weihnacht" in Regensburg. Die Herbstausstellung sei ein weiteres Highlight gewesen. "Die Welt, in der wir leben" lautete das Thema. Dies stellten die beiden Gastkünstler Sasan Mohammad Zahary und Seyed Naser Seddighi sowie weitere 14 Mitglieder treffend dar, betonte Umann. Ein Vortrag von Dr. Susanne Kreuzer über ein schmerzfreies, humanes Leben bei schwerer Krankheit sowie eine Besichtigung des Bestattungsunternehmens Schmid rundete das Jahresprogramm ab. "Der Erhalt der steinernen Grabdenkmäler auf unserem Friedhof als Zeitzeugen der Stadtgeschichte liegt uns ebenfalls am Herzen", betonte der Vereinschef. Heuer ist eine Zweitagefahrt ins böhmische Krumlov geplant, eine Sagenwanderung am Schönwerth-Märchenpfad bei Sinzing sowie am 13. Mai eine kleine Feier im Gedenken an das verstorbene Mitglied Karin Siegel, die an diesem Tag 60 geworden wäre.

Selbstgenähte Trachten


Maria Enslein berichtete für den Arbeitskreis Brauchtum von den Trachtennähkursen, die seit 2004 angeboten und fast immer ausgebucht seien. Am 11. Mai werden die gefertigten Trachten im Café Federkiel unter den Augen des stellvertretenden Bezirksheimatpflegers Hans Wax vorgestellt. Bei der Herbstausstellung habe sie die alte Technik des Stoffdrucks vorgeführt. Seit geraumer Zeit kümmert sich Enslein um eine georgische Familie mit fünf Kindern. Sie bastle regelmäßig mit den Kindern und versuche, ihnen ein Stück Heimat zu vermitteln.

Zweiter Bürgermeister Heinrich Meier lobte die Aktivitäten des Vereins. Die seien von überraschender Vielfalt und hoher Qualität geprägt. "Das verdient großen Respekt und Anerkennung. Wir sind stolz auf diesen kleinen aber sehr effektiven Kulturträger der Stadt", schloss er.
Wir sind stolz auf diesen kleinen, aber sehr effektiven Kulturträger der Stadt.Zweiter Bürgermeister Heinrich Meier
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