Kulturpreis und Nachwuchsförderpreis des Landkreises Neustadt/WN
Die drei Kulturpreisträger glänzen mit ihren musikalischen Auftritten und ernten stehende Ovationen

Reinhold Seiz von "All Generations", Katrin Groß von "Sin falta" und Hermann Mack (sitzend, von links) trugen sich nach dem begeisternden Abend in der Stadthalle ins Goldene Buch des Landkreises ein. Hinter ihnen ihre Bürgermeister, die sie für den Kulturpreis des Landkreises vorgeschlagen hatten und andere Ensemblemitglieder. Bild: fz

Normalerweise verleiht der Landkreis seinen Kulturpreis samt Nachwuchsförderpreis alle zwei Jahre in der Schlosskapelle. Aber wenn die drei Preisträger alle mit Musik zu tun haben, bietet sich auch ein Konzertabend in einer Halle an.

Bevor die ersten Töne in der Stadthalle erklangen, verlieh Landrat Andreas Meier zwei mit 1500 Euro dotierte Preise an Hermann Mack aus Waidhaus und die Chorgemeinschaft "All Generations" aus Floß sowie den Nachwuchsförderpreis über 500 Euro an den Jugendchor "Sin falta" aus Grafenwöhr.

Den musikalischen Spannungsbogen vom beschwingten Jugendchor über anspruchsvolle Blasmusik bis hin zu Gospelsongs eröffnete "Sin falta" mit Liedern wie "Let it be", "Lean on me" oder "We are the world". In seiner Laudatio bezeichnete Meier "Sin falta" als Gemeinschaft von Jugendlichen, die mit ihren Talenten in Gesang und Musik seit acht Jahren mit neuem geistlichen Liedgut, aber auch mit aktuellen Pop- und Rocksongs, ihre Freude am Musikmachen ausleben.

Glanzstück Musical


37 Mädchen und Jungs im Alter zwischen 13 und 21 Jahren machen mit. Mit Unterstützung der Katholischen Theatergruppe bringen sie Theater, Tanz und Gesang auf einen Nenner und präsentieren sich jährlich mit einem Familienmusical bei drei Auftritten rund 1300 Besuchern. Die musikalische Leitung hat Ute Groß, fürs Künstlerische ist Wolfgang Bräutigam verantwortlich. Grafenwöhrs Bürgermeister Edgar Knobloch hatte "Sin falta" für die Ehrung vorgeschlagen. Katrin Groß nahm ihn in Empfang.

Danach gehörte die Bühne den Bläsern des Musikvereins Waidhaus um Leiter Hermann Mack. Er leitete mit dem deutschen Marsch "Hoch Heidecksburg" in eine ganz andere Musikrichtung über. Welch stimmungsvolles Auf und Ab in anspruchsvoller Blasmusik möglich ist, zeigte das Stück "Oregon". "Es gibt Menschen, die ihr Leben der Musik verschreiben und einer von denen ist Hermann Mack", würdigte Meier die Leistungen des Waidhausers. Mit 25 Jahren übernahm der musikalische Leiter 1986, im Jahr der Vereinsgründung, diese zentrale Position und übt sie bis heute mit außerordentlichem Engagement aus. Heute sind 300 Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus Waidhaus, Eslarn, Pleystein, Georgenberg und Waldthurn in Ausbildung bei Mack. Der Aufschwung der Waidhauser Musikschule ist eng mit seinem Namen verbunden. Zudem begeistert das "Große Vereinsorchester des Musikvereins" unter seiner Leitung mit konzertanter Blasmusik, Rathauschefin Margit Kirzinger freute sich, dass ihre Anregung zum Preis bei der Jury Gehör fand.

Dritte im Bunde sind "All Generations". "Gewachsen aus Begeisterung für Glaube und Musik", betonte der Landkreischef. Immer auf der Suche nach neuen Liedern, wagten sich die Teenies aus dem katholischen Jugendchor Ende der 80er Jahre erstmals an Gospels und Spirituals. Diese Musik, die Freud und Leid der Menschen und die Frohbotschaft musikalisch und emotional wiedergibt, hat die Chorgemeinschaft nicht mehr losgelassen.

Sozial engagiert


Lieder wie "African Alleluja", "You raise me up", "Dreamer" oder "Einfach so" bestätigten dies. In mehr als 25 Benefizkonzerten unterstützte der Chor soziale Projekte und Einrichtungen. Musikalisch geprägt hat ihn wohl am meisten das Projekt "Jesus Christ Superstar". Zweite Bürgermeisterin Rita Rosner aus Floß hatte den Chor vorgeschlagen. Den Preis nahm Leiter Reinhold Seiz entgegen.
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