Landwirt ein Allrounder
56 Absolventen des Staatlichen Beruflichen Schulzentrumsbestehen Prüfung zum Landwirt

Jonas Lederer, Stefan Bocka, Lena Enders, Benedikt Höcherl und Andreas Lehner (mit Zeugnissen, von links) sind die besten Absolventen. Dazu gratulierten MdL Tobias Reiß, stellvertretender Landrat Albert Nickl, Klasslehrer Franz-Josef Baeck, Oberstudiendirektor Anton Dobmayer, Albert Gollwitzer vom Verband landwirtschaftliche Fachbildung, BBV-Kreisobmann Josef Fütterer, Studiendirektor Heinrich Müller, Leitender Landwirtschaftsdirektor Dr. Siegfried Kiener und dritter Bürgermeister Heribert Schubert (von l

Blutauffrischung für die Landwirtschaft: 56 Junglandwirte erhalten ihre Zeugnisse. Sie sind die Zukunft der Dörfer.

56 Absolventen des Staatlichen Beruflichen Schulzentrums (BSZ) haben ihre Prüfung zum Landwirt einschließlich eines Praktikums auf landwirtschaftlichen Betrieben mit Erfolg abgeschlossen. 31 der Absolventen haben diesen Berufsabschluss im Rahmen der regulären Erstausbildung hinter sich gebracht, 25 nutzten das Bildungsprogramm Landwirt zur Vorbereitung auf die Abschlussprüfung. Leitender Landwirtschaftsdirektor Dr. Siegfried Kiener forderte die jungen Landwirte zu weiteren Qualifizierungen auf, um für künftige Weichenstellungen optimal gerüstet zu sein. Damit werde aus dem Abschluss des Tages ein Neustart.

Prächtig geschmückt war am Donnerstagvormittag die Stadthalle. Auf der Bühne hatten die "Heusterz-Musikanten" Platz genommen, die den festlichen Vormittag mit Volksmusik und musikalischen Ausflügen in Richtung Egerland begleiteten.

Der Abschluss der 51 Prüflinge nutze nicht nur der eigenen landwirtschaftlichen Betriebsführung, sondern sei im gesamten ländlichen Raum durch den Erhalt von Arbeitsplätzen spürbar, sagte Kiener, Leiter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Eindringlich forderte er die jungen Damen und Herren zum Besuch der Landwirtschaftsschule auf.

Moderne Technik


"Sie haben unsere Heimat im Herzen, mit Ihnen gewinnt die Region", sagte Landtagsabgeordneter Tobias Reiß. Die jungen Landwirte verkörperten die junge Generation, in der moderne Technik die Handarbeit ersetze. In der nördlichen Oberpfalz herrsche Bedarf an qualifiziertem Nachwuchs. Mit Blick auf die schlechte Situation der Landwirtschaft sprach sich der Parlamentarier für weitgehende Regeln im Wettbewerb aus, um den landwirtschaftlichen Betrieben den Fortbestand zu ermöglichen.

Stellvertretender Landrat Albert Nickl gestand, dass der Beruf des Landwirts viel verlange. Nicht selten dauere ein Arbeitstag acht Stunden und länger, erfordere zudem viel Kompetenz und Vielfältigkeit. Landwirte der heutigen Zeit müssten "Allrounder" sein, sagte Nickl. Er sei von der Zukunftsfähigkeit der Landwirtschaft als Herzstück des ländlichen Raums überzeugt.

Neustadts dritter Bürgermeister Heribert Schubert würdigte die Freisprechungsfeier in der Stadthalle als Zeichen der Verbundenheit zwischen dem Landwirtschaftsamt und den Schulen der Stadt und des Landkreises. "Der Landwirt sorgt dafür, dass der ländliche Raum mit seiner Vielfalt, seinen lebendigen Dörfern und einem Wohlfühlfaktor erhalten bleibt." Größte Herausforderung für die Landwirtschaft sei es, den Menschen ausreichend gesunde Nahrung zur Verfügung zu stellen. Dafür verdiene die Landwirtschaft eine größere Wertschätzung als bisher, forderte Schubert.

BBV-Kreisobmann Josef Fütterer nannte die Absolventen "neue Berufskollegen", die jetzt vermehrt in der Öffentlichkeit stehen. Deshalb sei es notwendig, dem Berufszweig ein gutes Image zu geben. Trotz derzeit miserabler Erzeugerpreise werde es die Landwirtschaft immer geben, machte Fütterer Mut. Die Politik sei gefordert, den Bauern zu helfen, nachdem ein Ende vorhandener Liquiditäten zu erkennen sei.

Jonas Lederer Bester


Landwirtschaftsdirektor Kiener und Oberstudiendirektor Dobmayer überreichten mit zahlreichen Ehrengästen den Absolventen die Prüfungszeugnisse. Die beste Gesamtnote von 1,39 schaffte Jonas Lederer aus Floß. Stefan Bocka aus Parkstein kam auf 1,54. Lena Enders aus Tirschenreuth erreichte 1,74. Benedikt Höcherl aus Mähring und Andreas Lehner aus Schlammersdorf, kamen auf einen Schnitt von 1,79.
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