"Metro Big Band" in der Stadthalle
Genuss für Ohr und Gaumen

Bettina Mildner (links) sang zu den Tönen der "Metro Big Band" in der Stadthalle. Bild: fvo

Es ist ein Abend nach dem Geschmack der rund 100 Besucher. Die "Metro Big Band" wagt zusammen mit dem Stadthallenwirt Peter Siller ein Experiment: Amerikanische Orchestermusik, großteils von Glenn Miller, kombiniert mit amerikanischem Essen.

Zwischen den Stücken der 21-köpfigen Big Band um Roland Riedlbauer kredenzte Sillers Stadthallenteam Spezialitäten wie Spareribs, Truthahn oder Chickenwings. Der Hauptgenuss kam jedoch von den Musikern der "Metro Big Band". "Wir spielen ohne Verstärker den Sound der Natur", erklärte Riedlbauer. Zum Einsatz kamen Trompeten, Posaunen, Saxofone, Klarinette, Bass, Schlagzeug und Piano.

Bettina Mildner als Solistin


Die Stimme von Bettina Mildner aus Floß passte perfekt zur Musik von Glenn Miller. Die Solistin überzeugte mit Energie und Volumen. Die Bandmitglieder kommen aus der Region wie aus Waidhaus, Neustadt/WN, Vohenstrauß, Moosbach, Roggenstein, Altenstadt/WN und Weiden. Der Jüngste im Bunde war der erst 14-jährige Neustädter Benedikt Hetz, der an der dritten Trompete beim Heimspiel glänzte.

Obwohl die "Metro Big Band" bestens besetzt war, ergänzten Andrej Lobanbov (Solotrompete) und Juri Smirnov (Alt -Sax/Klarinette) aus Nürnberg sowie der Vohenstraußer Benjamin Jung das Team. Was Letzterer mit seiner Posaune veranstaltete war bemerkenswert. Den 77 Jahre alten Glenn-Miller-Song "In the mood" präsentierte die Big-Band dem Publikum nach genau 90 Minuten.

Der Einstieg in den frühen Abend gelang mit "Little Brown Jug" aus dem Jahr 1939. Lothar Kiehl zeigte dabei am ersten Tenor-Sax sein dynamisches Spiel. Der Vohenstraußer führte gleichzeitig auch durch den Abend.

Anschließend schob die Formation den Klassiker "A String of Pearls" und als ersten Höhepunkt mit der "Moonlight Serenade", einen Nummer-1-Hit von Miller nach. Bei "Begin the Beguine" bescherte die Band dem Publikum mit makelloser Intonation Gänsehaut. Von da an war die Big-Band-Musik in der großen Halle integriert, füllte den Raum und eroberte das Auditorium endgültig. Mit "A Tisket a Tasket" stieg Sängerin Mildner imposant in den Abend ein.

Nach der ersten Pause brachten die Musiker die vielen Besucher mit dem berühmten "Pennsysvania 6-5000" aus dem Jahr 1941 wieder in Schwung. Die Musikkenner legten schnell Messer und Gabel aus der Hand, um mitzuwippen. Beim "C'est si bon" von Henri Betti streichelte Claus Waldhier seine Drums und mit dem alten Stück "Moten Swing" aus dem Jahr 1932 lief das Orchester zu Höchstform auf.

"Respect" zum Schluss


Unter Dampf geriet die Veranstaltung nach der "Nachtischpause" mit dem "Chattanooga Choo Choo". Eigentlich sollte "Caribian Dance" von Victor Lopes aus dem Jahr 2008 den Abend schließen. Die Band legte aber noch zwei Songs nach und entließ ihr Publikum mit dem von Mildner intonierten Aretha-Franklin-Song "Respect".
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