Mit Pflanze des Jahres gegen das Bienensterben - Über 100 verschiedene Kräuter und Gewürze
"Bienenparty" hilft fleißigen Brummern

Die Aufregung über das Bienensterben ist groß. Neben Milben und Pilzen machen den Insekten veränderte Landschaften, weniger Blühpflanzen und der Einsatz mancher Pflanzenschutzmittel zu schaffen. "Wir wollen die Bürger sensibilisieren und zeigen, dass man etwas für die Bienen tun kann", betont Reinhard Steinhilber.Der Gärtnermeister ist mit seinem Betrieb Mitglied im Bayerischen Gärtnereiverband. Als Angehöriger einer Jury ist er jedes Jahr an der Kür der Pflanze des Jahres aller Mitgliedsbetriebe beteiligt. Die Wahl fiel heuer auf "Willis Bienenparty", eine Pflanze der Gattung Bidens, die landläufig auch als Goldmarie bekannt ist. Die einjährigen Korbblütler sind mit ihren vielen kleinen, orangen Blüten bei Bienen besonders beliebt. Etwa in den Balkonkasten gepflanzt, könne man mit "Willis Bienenparty" einen Beitrag zur Erhaltung der fleißigen Brummer leisten.

Neben Zierpflanzen spielen bei der Gärtnerei Steinhilber Gemüsearten und Kräuter eine zentrale Rolle. Über 100 verschiedene Kräuter und Gewürze aus eigener Produktion bietet der Fachbetrieb an. Das Besondere daran: Sie sind sofort zum Verzehr geeignet. Statt auf Spritzmittel zu setzen, kommen bei den Steinhilbers Nützlinge zum Einsatz.

95 Prozent aller Pflanzen, die über die Ladentheke gehen, stammen aus eigener Herstellung. Auf über 10 000 Quadratmetern Produktions- und Verkaufsfläche unter Glas wachsen Geranien, Petunien oder Duftbegonien.

Bei letzterer Sorte ist heuer eine Neuheit im Sortiment, die einen intensiven Pfirsich-Duft verströmt. In den weitläufigen Gewächshäusern am Ortsrand der Kreisstadt hängen hunderte von Erdbeer- und Tomatenampeln von der Decke und warten darauf, bis die Saison für Kübelpflanzen so richtig losgeht. Bei den Petunien ist dieses Jahr eine spezielle Sorte im Angebot, die besonders lang wächst und so für den besonderen Schmuck am Balkongeländer sorgt.

Auch wenn der Sommer momentan noch auf sich warten lässt, werden die Sommerblüher in den Glashäusern bald für die Pflanzen der nächsten Saison Platz machen müssen. Bereits im Mai startet die Kultivierung von Weihnachtssternen - und im August geht es dann schon wieder für das nächste Frühjahr weiter.

Erstmals bietet die Gärtnerei in diesem Jahr frische Früchte zum Kauf an. Tomaten- und Gurkenpflänzchen klettern mit ihren Trieben schon langsam an den Rankhilfen in den Gewächshäusern in der Inneren Flosser Straße empor. Weil die Natur noch nicht so weit sei, dass es zur Bestäubung und Bildung von Früchten komme, haben Christa und Reinhard Steinhilber mit eigenen Hummeln nachgeholfen.
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