Neue Ausstellung von Ernst Umann im Rathaus
Hilflose Menschheit

Ein gewaltiges Thema, das Erdzeitalter, beschäftigte den Neustädter Maler Ernst Uman über ein Jahr. Bild: prh

Einer gewaltigen Thematik widmet sich der Neustädter Maler Ernst Umann mit seinen neuesten Werken. Er befasst sich mit dem Erdzeitalter. In 13 Bildern zeigt er in der Ausstellung im Foyer des Rathauses einen "Ausschnitt aus der Ewigkeit". Die Ausstellung wird am Freitag, 19. Februar, um 19 Uhr mit einer Vernissage eröffnet.

Umann erschrak über die Zeitdimensionen der Existenz der Erde und die Größe des Universums, in dem unser Planet schwebt, als er sich intensiver mit dieser Thematik auseinandersetzte. Die Idee dazu kam ihm, als er den Sternenhimmel betrachtete und versuchte, sich die Entfernungen zu den anderen Planeten vorzustellen. "Mir wurde bewusst, wie hilflos wir Menschen angesichts des Ganzen eigentlich sind", sagt er. Dennoch würden wir uns benehmen, als ob wir alles beherrschten.

Mit seinen Bildern will er den Betrachter dazu veranlassen, zu begreifen, dass die Natur wesentlich stärker ist als der Mensch und dass wir keinen Einfluss auf die großen Ereignisse auf der Erde und im Weltall haben. Seine Werke sollen anregen, sich die gewaltigen Vorgänge bildlich vorstellen zu können.

Über ein Jahr hat sich Umann mit dem Erdzeitalter beschäftigt. In dieser Zeit entstanden 13 Bilder, die sowohl handwerklich als auch durch die Darstellung und den Ausdruck sowie die Farben überzeugen und überraschen. Der Zyklus reicht von der Zeit, als die Erde noch flüssig war, als sich die ersten Schollen und Kontinente bildeten, die Atmosphäre und die Vegetation entstanden, Vulkane tätig wurden, das Leben im Wasser und auf dem Land entstand, bis in unsere heutige Zeit der Überbevölkerung. Außerdem stellt er die Menschheitsgeschichte vom Primaten bis in die Gegenwart dar.

Trotz einiger abstrakter Darstellungen erkennt der Betrachter in den Werken die Handschrift Umanns, der darin teils mit Asche plastisch gearbeitet hat und durch sehenswerte Farbkompositionen beeindruckt. Zur Vernissage im Foyer des Rathauses werden Bürgermeister Rupert Troppmann und der Künstler einführende und erklärende Worte sprechen. Die Ausstellung kann noch bis zum 18. März besucht werden.
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