Neustadt setzt auf neues E-Bike
Stadtrad für den Stadtrat

Geschäftsleiter Peter Forster, Bürgermeister Rupert Troppmann und Fahrradhändler Ludwig Fritsch präsentierten das neue Stadt-E-Bike, inklusive Stellplatz im Rathaus. Bild: Götz

Während viele Kommunen auf Anraten der Regierung auf ein E-Auto umrüsten, passt sich Neustadt den örtlichen Gegebenheiten an. Allen Mitarbeitern und Verantwortlichen steht künftig ein E-Bike der Marke "Große Koalition" zur Verfügung.

Ganz viel schwarz, etwas rot sowie für Männer und Frauen gleichermaßen geeignet: Für Bürgermeister Rupert Troppmann ist die Anschaffung des Stadtrads eine Win-win-Situation. "Wir schonen die Umwelt, sparen viel Geld und sind trotzdem im Stadtgebiet jederzeit mobil", sagte er bei der Übergabe des neuen E-Bikes durch das Neustädter Radgeschäft Ludwig Fritsch.

Ein Elektroauto spielte in den Überlegungen des Stadtrats keine Rolle. "Wir haben wegen unserer kurzen Wege nicht mal ein Stadtauto. Und wenn wir nach Regensburg oder München müssen, bräuchten wir sowieso ein externes Fahrzeug, da diese Strecke für ein E-Auto zu weit ist", führte Troppmann weiter aus. Zudem benötige das neue Fahrrad keinen separaten Parkplatz, bekomme aber im Rathaus einen extra gekennzeichneten Stellplatz.

Warum ein handelsübliches Rennrad oder Mountainbike keine Alternative darstellte, erklärte Troppmann auch: "Ich bin als Bürgermeister verpflichtet, bei öffentlichen Anlässen meine 'Uniform' zu tragen. Ich kann nicht in Radrennfahrer-Kluft oder verschwitztem Hemd erscheinen. Mit dem E-Bike kann ich selbst über Anstiege ohne große Anstrengungen im Anzug vorfahren", argumentierte der Bürgermeister.

Er konnte seine Neugier nicht unterdrücken und fuhr das neue Dienst-Fahrrad bereits vor der offiziellen Übergabe Probe. Neben dem Bürgermeister stehe das Gefährt allen Mitgliedern des Stadtrats sowie Stadt-Angestellten zur Verfügung.

Eine Woche Laufzeit


"Das Neustädter Modell wiegt knapp 25 Kilo und verfügt über neun Gänge", nennt Fritsch vom gleichnamigen Fahrradgeschäft technische Details. Mit einer Akku-Ladung solle das E-Bike bis zu 100 Kilometer schaffen und mindestens 600 Mal ohne Leistungsverlust wiederaufladbar sein. "Wir kalkulieren, dass eine Akkuladung eine Woche hält", sagte Peter Forster, Geschäftsleiter der Stadt.

Ein Aufladen schlage mit zirka 20 bis 25 Cent zu Buche. Und nachdem das E-Bike farblich schon möglichst parteien- und geschlechtsneutral gehalten ist, planen Troppmann und Fritsch noch eine eindeutige Identifikation mit der Stadt: "Wenn es offiziell in Betrieb genommen wird, ziert noch das Stadtwappen das E-Bike", sagte Troppmann.

Wir schonen die Umwelt, sparen viel Geld und sind trotzdem im Stadtgebiet jederzeit mobil.Bürgermeister Rupert Troppmann
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