Neustädter kaufen vor Ort für über 7.000 Euro Spendengelder Hilfsgüter für Bedürftige
Rumänen leiden immer noch Not

Vor allem mit Lebensmitteln unterstützt die Rumänienhilfe kinderreiche Familien und Senioren im Ort Jimbor. Im Team aus Neustadt waren Hermann Schmid (Vierter von links) und seine Tochter Alexandra Ernsberger (Zweite von rechts) dabei. Bild: prh

Hermann und Maria Schmid, Alexandra Ernsberger und Hans Wolf mussten sich heuer erstmals alleine auf den Weg Richtung Karpaten machen, um für die "Rumänienhilfe" der Katholischen Kirchenstiftung Spenden an Hilfsbedürftige zu verteilen. Erna Hauer, die langjährige Seele der Hilfsaktion, musste aus gesundheitlichen Gründen passen.

"Wir haben die Reise lange hinausgeschoben in der Hoffnung, ich könnte mitfahren", bedauert die Neustädterin. "Sie hat uns natürlich an allen Ecken und Enden gefehlt", gesteht Hermann Schmid. Insgesamt 34 Mal war das Ehepaar Hauer bisher im Namen der Humanität in Rumänien. Entsprechend größer war auch der Arbeitsaufwand des restlichen Teams vor Ort.

Im Gepäck hatte es unter anderem zwei medizinische Apparate, darunter ein Augendruckmessgerät, für eine Klinik. Über einen Badewannenlift freute sich die körperlich schwerbehinderte 20-jährige Isabelle, die seit einiger Zeit aus der Oberpfalz betreut wird. Im Seniorenheim in Targu-Secuiesc wurden Lebensmittel und Windeln verteilt. Demnächst werden noch Betteinlagen geliefert. Rund 7000 Euro haben die Neustädter vor Ort ausgegeben. Für gut 1200 Euro haben sie Winterschuhe für zwei Kinderheime gekauft. "Selbst den dafür erhaltenen Mengenrabatt setzten wir in Schuhe um", erzählt Hans Wolf, der über die Spendengelder wachte, die unter anderem von den beiden Neustädter Kindergärten kamen.

Bedürftige Senioren erhielten Lebensmittelgutscheine im Wert von rund 800 Euro. Nach dem Einkauf sah man viele Menschen voll bepackt mit Reis, Mais, Mehl und anderen Grundnahrungsmitteln durch das Dorf Jimbor gehen. Unterstützt wurde auch die Suppenküche für bedürftige Senioren. Die Kleinen im Kindergarten von Jimbor freuten sich über einen neuen Teppichboden, Bastelmaterial und Süßigkeiten. Zum wiederholten Mal erhielt auch eine Familie mit 13 Kindern Lebensmittel.

Alte haben's schwer


Einmal mehr stellten die Neustädter Helfer in Rumänien fest, dass die Bevölkerung auf dem Land noch immer große Not leidet. "Schlimm sind vor allem die alten Menschen dran. Sie gehören zu den Ärmsten. Auch die Altenheime erreichen längst nicht diesen Standard, den sie bei uns haben", berichtet Alexandra Ernsberger. Sie war bereits zum vierten Mal dabei. Ihre Eltern Hermann und Maria Schmid sowie Hans Wolf waren schon über 16 Mal im Sinne der guten Sache unterwegs.

"Heuer hat die "Rumänienhilfe bereits über 12 000 Euro an Spendengeldern ausgegeben", stellt Erna Hauer fest. Für fast 4000 Euro wurden in unserer Region Hilfsgüter gekauft. "Jeder Cent kommt wirklich da an, wo er gebraucht wird, ohne Verwaltungskosten", versichert sie.
Weitere Beiträge zu den Themen: Rumänienhilfe (2)Bilanz 2016 (1)
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