Neustädter Prinzenpaar im Rathaus
Rückgabe ohne Empfänger

Trotz des wehmütigen Moments hatte Prinzessin "Sophia I. von Chirurgien" bei der Rückgabe des Stadtschlüssels ein strahlendes Lächeln für Peter Forster (Zweiter von links), der die erkrankten oder verreisten Bürgermeister vertrat, parat. Bild: bgm

Beinahe hätte das Neustädter Prinzenpaar mit seiner Regentschaft über die Kreisstadt in die Verlängerung gehen müssen. Gemäß dem Brauch brachten sie die Stadtkasse ins Rathaus zurück. Die eigentlichen Hausherren aber fehlten.

Bürgermeister Rupert Troppmann und Stellvertreter Heinrich Maier hatten sich krankheitsbedingt entschuldigt. Der dritte im Bunde, Heribert Schubert, weilte noch im Skiurlaub. Spontan sprang für die drei Chefs Geschäftsführer Peter Forster ein und so können "Sophia I. von Chirurgien" und Prinz "Johannes II. von Technologien" zum Ende der "fünften Jahreszeit" doch noch in den wohlverdienten Regentschaftsruhestand gehen.

Zum Abschied hatte Sophia aber auch eine "traurige Sache" zu berichten. Die Stadtkasse hatte unter den vielen repräsentativen Auftritten zwischen Waldsassen, Plößberg und Eslarn doch gehörig gelitten und konnte nur mit mäßiger Rendite zurückgegeben werden. An das Wohl der Neustädter Rathauschefs hatte das Prinzenpaar aber gedacht. Ein Päckchen Hustenbonbons und eine Apothekenumschau sollen für die schnelle Genesung der beiden Bürgermeister sorgen.

Zum Andenken an den Besuch bei Bundeskanzlerin Merkel gab's noch einen Stadtplan von Berlin und obendrauf eine Ausgabe der Zeitschrift "OK!". Denn selbst in dieses Magazin, das für sich mit den Worten "first for celebrity news" - führend bei Neuigkeiten über Prominente - wirbt, hatten es die Flosserin und der Püchersreuther geschafft. Michael Hierold, Vorsitzender des Vereins Neustädter Faschingszug, erinnerte an 31 närrische Tage mit - inklusive aller Arbeitsdienste - 85 gemeinsamen Terminen. "Es war ein super Faschingszug. Ein großes Kompliment an Bauhof, Feuerwehr, BRK und alle, die mitgeholfen haben", sagte er über einen der Saison-Höhepunkte. Auf eine "wunderschöne" - so Johannes Häring -, aber "leider sehr kurze Faschingszeit" - so Sophia Scherm - blickten die scheidenden Regenten zurück.

"Es war mir eine sehr große Ehre, die Stadt vertreten zu dürfen. Ich kann mich gar nicht oft genug bedanken", betonte Sophia. Zwei irgendwie neue Gesichter im Verein kümmerten sich beim Rathausfasching um die Bedienung der Mitarbeiter von Bauhof, Kindergarten und Stadtverwaltung. "Daniela" und "Christiane" alias das Präsidentenduo Daniel Sommer und Christian Achmann lösten ihren Wetteinsatz vom Inthronisationsball ein. Im gut sitzenden Dirndl bewirteten sie die Gäste und geleiteten die Honoratioren zur Ordensverleihung. Den Narhalla-Marsch spielten Franz Harrer, Alfons Kistenpfennig und Dieter Seidl von der "Neisteder Zoiglmusi". Auch für sie gab es Orden. Kistenpfennig revanchierte sich prompt mit dem "Zoiglstern-Orden von Waldhausen".

Es war mir eine sehr große Ehre, die Stadt vertreten zu dürfen. Ich kann mich gar nicht oft genug bedanken.Scheidende Faschingsprinzessin Sophia
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