Neustädter Verein hat keine Nachwuchssorgen
Herrlicher Blick auf Freyung und Faschingsnarren

Tausendfache Begeisterung beim Neustädter Faschingszug. Bild: Götz

Neustadt/Waldnaab. "Unser Faschingszug ist für Neustadt ein Großereignis", strahlt Zeremonienmeister Georg Kunz, Hauptverantwortlicher für den Faschingszug, mit der Sonne um die Wette. Der Aufwand hat sich gelohnt und das etwas mulmige Gefühl wegen der bundesweiten Terrorwarnungen in Wohlgefallen aufgelöst: "Klar, man hat's im Hinterkopf", sagt Kunz, "aber für die Sicherheit sind ja Polizei, Feuerwehr und Rotes Kreuz da - wenn das nicht reicht ..."

Das Präsidiumsmitglied des Neustädter Faschingszugvereins kam ohne karnevalistische Vorbelastung 1995 dazu: "Ich habe zugesehen, wie in unserer Schlosserei der Prunkwagen restauriert wurde - und schon war ich Mitglied." Und Kunz ist noch lange nicht amtsmüde, auch wenn er schon einen Nachfolger auf das Amt vorbereitet: "Julian Kuttner hilft bei der Organisation mit."

Angesichts des 600 Meter langen Zuges hat auch Vereinsvorsitzender Michael Hierold gut lachen: "Unser Verein hat keinerlei Nachwuchssorgen." Die Faschingszwerge durchlaufen sämtliche Etappen von der Kinder-, über die Jugend bis zur Prinzengarde. "Wir brauchen Auswahltermine, um die wenigen freien Plätze zu besetzen", freut sich der Narrenchef über die Qual der Wahl.

Hierold absolviert sein drittes Jahr als Vorstand: "Meine Frau hat mich infiziert", verrät er, "sie tanzt von Kindesbeinen an in der Neustädter Garde." Was ihn fasziniert? "Dass man in eine andere Welt abtaucht, in der trotz aller Probleme noch alles in Ordnung ist." Und: "Wenn man sieht, wie alles funktioniert, was man das ganze Jahr trainiert hat, ist das toll."

Was macht den Neustädter Zug so besonders? "Sicher auch die schöne Strecke über den Stadtplatz", mutmaßt Hierold. "Wenn man nach der Engstelle beim Rathaus den freien Blick auf die Freyung und auf die feiernden Gäste hat, ist das ein herrliches Bild." Klar, auch das Wetter müsse mitspielen. Diesmal liege man gut im Rennen, den Rekord vor vier, fünf Jahren, als bei "Bombenwetter" 20 000 Besucher kamen, erreiche man zwar nicht. Aber es habe auch schon traurige Züge bei Schmuddelwetter gegeben, wo keiner die Bonbons im Matsch haben wollte.

Feiern ohne Zwischenfälle: Bei strahlendem Sonnenschein jubelten über 12 000 Narren in der Faschings-Hochburg Neustadt/WN dem größten Faschingszug der Nordoberpfalz zu.

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