Open-Air-Filmtage bei Hausfluss
Shakespeare unterm Sternenzelt

Die historische Kulisse der Alten Schießstätte vermittelte trotz moderner Kinotechnik eine Zeitreise in die Zeit des englischen Dramatikers Shakespeare und sein Londoner Globe-Theater. Bild: gag

Mit Wolldecken, Winterjacken und Mückenspray waren die Kinofans gekommen. Draußen sitzen, unter einem wolkenfreien Sternenhimmel, in der Hand ein Glas Wein - die Atmosphäre, um Shakespeare zu genießen ist einzigartig.

Seit 20 Jahren gibt es die FIN-Filmtage in der Stadt, das Freiluft-Kinowochenende des Vereins Hausfluss in der Alten Schießstätte. Doch noch immer ist die Veranstaltung ein Geheimtipp. Leider, möchte man sagen, denn viele wissen nicht, welcher Genuss ihnen entgeht.

Die Akteure des Vereins, allen voran Schriftführer Josef Weber mit Ehefrau Birgit, aber auch Vorsitzender Stefan Argauer und Vize Peter Troppmann haben sich viel Arbeit gemacht, um etwas Besonderes zu einem bestimmten Thema zu bieten. In diesem Jahr bot sich den Organisatoren der 400. Geburtstag von William Shakespeare als Motto an. "Romeo und Julia", in einer ungewöhnlichen Fassung von Regisseur Baz Luhrman (1998), mit Chaos und Pistolenkugeln, bestimmte das Geschehen auf der Leinwand an der Hausmauer am Freitag.

"Viel Lärm um Nichts" (Kenneth Branagh, 1993), frisch, frech und romantisch, und "Der Widerspenstigen Zähmung" (Franco Zeffirelli, 1967) lockten Samstag und Sonntag ebenfalls viel Publikum an die Waldnaab. Der Samstag war der besucherstärkste Tag. Am Sonntag versuchte der ruppige Raufbold und Mitgiftjäger Petrucchio (Richard Burton), die widerspenstige Katharina (Elizabeth Taylor) zu zähmen. Dramatisch schön dazu der sternenübersäte Nachthimmel.

Das Kinderprogramm am Samstag gehörte zum Ferienprogramm der Stadt. Mit großen Augen begleiteten die Kleinen die Abenteuer des kauzigen Einsiedlers Petterson und seines sprechenden Katers Findus, den ihm seine Nachbarin Beda (Marianne Sägebrecht) anvertraut hatte. "Man passt auf sich selbst am besten auf, wenn man auf einen anderen aufpasst", waren ihre wohlmeinenden Worte.

Auf den Bankreihen, der Treppe zum Obergeschoss und im Garten wimmelte es vor aufgeregt gespannten Kinobesuchern. Dazu gab es kinogerecht Muffins, Chips oder Apfelschorle, und für die Muttis und Omas Kaffee. Wie jedes Jahr war der Eintritt zu den Filmen frei.
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