Operation Friendship: Oberpfälzer führt weltweit agierende Organisation
Gerhard Steiner bleibt internationaler Boss

Die bayerische Abordnung mit Felix Steiner, Manuel Würth, internationalem Vorsitzenden Gerhard Steiner, Annemarie Steiner, Viola Hümmer und Max Käs (von links) hat große Pläne. Bild: stn

In den kommenden zwei Jahren liegt die Verantwortung von Operation Friendship International in den Händen der Familie Steiner aus Neustadt. Dies ist das Ergebnis der Wahlen während der Tagung in Doetichem (Holland). Für den Neustädter Verein reisten dessen stellvertretender Vorsitzender Felix Steiner, Manuel Würth aus Püchersreuth, Max Käs aus Weiden sowie Viola Hümmer aus Mantel in den grenznahen Ort. Mit von der Partie war auch Gerhard Steiner in seiner Funktion als internationaler Vorsitzender in Begleitung seiner Ehefrau Annemarie.

Bei den Neuwahlen bestätigten die internationalen Delegierten aus Holland, Ungarn, Schweden, Wales, den USA und von der Krim sowie die Oberpfälzer Abordnung den Neustädter Stadtrat einstimmig in seinem Amt für weitere zwei Jahre. Seine Stellvertreterin ist Tina Cron aus Indiana (USA), als Schriftführerin fungiert neu Caron Merrill aus Massachussetts (USA) sowie weiterhin Stefan Linderas aus Göteborg (Schweden) als Kassier. Im mittleren Westen in Bloomington in Indiana wird auch die nächste internationale Tagung an Ostern 2017 stattfinden. Die Organisation dieser Treffen war ein weiterer Programmpunkt. Da die Zahl der teilnehmenden Länder immer weiter zurückgeht, müsste jedes Land alle fünf Jahre die Tagung ausrichten, was zu einer verstärkten finanziellen Belastung der einzelnen Mitglieder führt.

Trotzdem war man sich einig, die Versammlungen jährlich abzuhalten, da der persönliche Kontakt zur Behebung eventuell auftretender Probleme während der Austauschmaßnahmen unabdingbar ist.

Außerdem soll der zusätzliche Tag, der unter anderem für Besichtigungen und persönliche Gespräche genutzt wird, beibehalten werden. Notfalls sind die Delegierten bereit, hierfür einen Obolus zu entrichten. Die Vertreter von der Halbinsel Krim sind zuversichtlich, dass sich die politische Lage in ihrem Land bald stabilisieren wird, und dann wieder Jugendliche in die wunderschöne Gegend am Schwarzen Meer reisen können. Sehr zur Freude aller Teilnehmer verkündete die Amerikanerin Caron Merrill, dass ihre in Frankreich lebende Schwester eine entsprechende OF-Gruppe gründen möchte - in den Orten Fresnes und Atony in der Nähe von Paris.

Der erste Austausch soll 2017 mit einer kleinen Gruppe Franzosen und einem Aufenthalt in den USA starten. Bei der nächsten Tagung in den USA wird über den offiziellen Beitrittsantrag abgestimmt. Neben der Tagung besichtigte die Neustädter Abordnung noch eine Hofkäserei und eine typische holländische Holzschuhfabrik. Am Abschiedsabend bedankte sich Felix Steiner mit einem Bildband über Bayern für die große Gastfreundschaft der holländischen Organisatoren und Gastfamilien.

Wie der Vater, so der SohnGerhard Steiners Sohn Felix wurde für die nächsten zwei Jahre zum Sprecher der Young Adults (jungen Erwachsenen) gewählt. Zusammen mit Manuel Würth ist er verantwortlich für ein spezielles Programm für Teilnehmer zwischen 21 und 30 Jahre, das vom 8. bis 17. Juli im Landkreis stattfinden wird.

Programmpunkte sind unter anderem eine Fahrt zu den Schlössern Neuschwanstein und Linderhof, Besuche in München, Regensburg oder Nürnberg und eine Brauereibesichtigung. Weiterhin stand die Besprechung des Jugendaustauschs im nächsten Sommer auf dem Programm.

So werden vom 28. Juli bis 15. August insgesamt elf junge Amerikaner erwartet, die in Gastfamilien im Landkreis sowie in der Stadt Weiden untergebracht werden. Der Verein organisiert ein abwechslungsreiches Programm, das den internationalen Gästen das kulturelle sowie Alltagsleben in der Oberpfalz näher bringen soll.

Als Gegenmaßnahme dürfen die deutschen aufnehmenden Jugendlichen im Sommer 2017 in die USA reisen, diesmal voraussichtlich nach Bloomington in Indiana. (stn)
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