Plakate und Skulptur irritieren Neustadt
Dubiose Fenster-Botschaften

Welche Botschaft die Plakate und der Fingerzeig vermitteln sollen, ist unklar. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der Beleidigung. Bild: hfz

Drei Plakate mit irritierenden Aufschriften am Haus, und eine Figur mit eindeutigem Zeichen im Fenster: Was will ein Mieter in Neustadt der Öffentlichkeit mitteilen? Auf jeden Fall ermittelt inzwischen die Polizei wegen des "Verdachts einer Straftat".

Diskussionen in der Kreisstadt: "Tietel: Mengele läßt Grüßen", "Genehmigt von den Landräten Andreas Meier, Leo Schrell (DLG), Komparsen Polizeid. WEN, Polizeid. NEW, Drehbuch von Psycho" sowie "Neustädter Schauspiel-Haus" steht dort auf Plakaten geschrieben. Diese hängen an einem Haus gegenüber der ehemaligen Gaststätte "Deutsche Eiche" und daneben steht eine Stinkefinger-Figur. Die Aufschriften wirken irritierend und hinterlassen beim Betrachter Fragezeichen. Antworten hat dagegen Polizeihauptkommissar Stefan Moller auf NT-Nachfrage parat: "Dabei handelt es sich um persönliche Erfahrungen des Mieters mit der Polizei und dem Landratsamt. Negative Erfahrungen.". Einen Zusammenhang der Unmutsäußerungen mit benachbarten Flüchtlingsunterkünften gibt es ersten Erkenntnissen zufolge nicht.

Ermittlungen eingeleitet


Zunächst sahen die Polizeibeamten keinen Grund für Ermittlungen, doch die Stinkefinger-Skulptur im Fenster ließ sie umdenken. "Damit liegt für die Staatsanwaltschaft der Verdacht einer Straftat vor. Entsprechende Ermittlungen werden umgehend eingeleitet." Unter anderem werden der Neustädter Landrat Andreas Meier, sein Dillinger Amtskollege Leo Schrell sowie die Polizeiinspektionen Neustadt und Weiden beleidigt. "Wir werden das ans Präsidium weiterleiten, das dann entscheidet, ob Anzeige erstattet wird", sagte Moller. Wie sich die Landräte verhalten und welche Rolle der Dillinger Landkreischef bei dem Schauspiel einnimmt, war zunächst unklar. Die Polizei Neustadt ließ am Dienstagmittag sowohl die Plakate als auch den Stinkefinger entfernen. Neustadts Geschäftsleiter im Rathaus Peter Forster informierte den Hauseigentümer über das Gebaren seines Mieters. "Für uns ist das die Spinnerei eines Einzelnen und steht in keinem größeren Zusammenhang", sagte Forster.
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Leser Onetz aus Weiden in der Oberpfalz | 06.12.2016 | 08:53  
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