Schulen beteiligen sich am ersten Neustädter Herztag am 23. Oktober
Auch Kinder können reanimieren

Dr. Anton Hochberger (von links), Marcel Wollmann, Dr. Horst Fabriz, Dr. Gudrun Graf, Jürgen Meyer und Gisela Endres wollen den vom Lions-Club Neustadt-Lobkowitz organisierten Herztag zum Erfolg werden lassen. Bild: bgm

Die richtige Reanimationstechnik sollten so viele Menschen wie möglich beherrschen. Deshalb hat die Notärztin mit dem Lions-Club Neustadt-Lobkowitz den ersten Neustädter Herztag ins Leben gerufen.

Schnelle und richtige Wiederbelebungsmaßnahmen seien von entscheidender Bedeutung. "Auch Kinder können reanimieren", betont Dr. Gudrun Graf. Am Sonntag, 23. Oktober, ist die Bevölkerung zu Fachvorträgen von Ärzten aus der Region eingeladen. Bei einer von Jürgen Meyer, dem stellvertretenden Leiter der Weidner Integrierten Leitstelle (ILS), moderierten Podiumsdiskussion werden neben Prof. Dr. Robert Schwinger und Herbert Putzer, dem Leiter der ILS, zwei Herzpatienten zu Wort kommen. "Wir wollen damit in die Öffentlichkeit hinaustragen, wie wichtig der Notruf ist", betont Graf , die seit Anfang Juli dem Lions-Club als Präsidentin vorsteht. Sie selbst wird über "Das kranke Herz - Das sind die Risikofaktoren" referieren.

Hauptattraktion der Veranstaltung ist ein begehbares Herzmodell, das eine Grundfläche von knapp 4 Meter mal 2,5 Meter beträgt und 2 Meter hoch ist. Die Mietkosten für zwei Tage liegen bei 3500 Euro. Alle Kosten trägt der Lions-Club. Um noch mehr Menschen zu erreichen, richtet sich der zweite Tag am darauffolgenden Monat an die Schulen aus Neustadt, Weiden und Umgebung. Bisher haben sich schon über 600 Schüler angemeldet, denen Graf klassenweise Aufbau und Funktion des Organs erklären wird. Danach soll jeder Schüler zwei Minuten lang die Herzdruckmassage an kleinen Reanimationspuppen üben.

Notruf absetzen


Mit dabei ist das Gymnasium Neustadt. "Es ist immer gut, wenn man den theoretischen Unterricht in der Praxis veranschaulichen kann", sagt Schulleiter Dr. Anton Hochberger. "Wir werden die angemeldeten Klassen noch gründlich vorbereiten", versichert die Biologielehrerin Gisela Endres. Neben Urkunden erhalten alle Schüler von den Veranstaltern auch Arbeitsblätter.

Im Fokus soll auch das schnelle Absetzen eines Notrufs stehen. "Die Reaktionszeit der Hilfesuchenden ist noch zu lange", betont Meyer. Lieber solle es einen Fehlalarm geben, bevor Betroffene zu lange zögern.
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