Serenade mit "Bite The Beagle"
Kühler Abend mit heißem Rock

"Bite the Beagle" heizten mit ihrem "Pure Rock" den Serenadenbesuchern mächtig ein. Die heißen Rock- und Bluesrhythmen konnten aber die kühlen Temperaturen an diesem Augustabend nicht gänzlich vergessen lassen. Bilder: prh (3)
 
Erst zum Ende des fast dreistündigen Auftritts der Band wurde vor der Bühne kräftig abgetanzt.

Selbst die heißesten Rockrhythmen von "Bite the Beagle" können die gut 200 Besucher der Serenade am Donnerstag in der Freizeitanlage nur bedingt erhitzen. Heiß sind ihre Riffs aber trotzdem.

Die Temperaturen an diesem Augustabend sind kühl. Nur die Rockfans, die zum Ende des fast dreistündigen Auftritts vor der Bühne abtanzen, kommen schließlich doch ganz schön in ihren Pullis und Jacken ins Schwitzen.

"Bite the Beagle" beißen keine Hunde. Sie sind eine ausgezeichnet besetzte Rockband und servieren an diesem Abend "Pure Rock", wie sie es nennen. Das sind authentische, selbstgeschriebene, handgemachte und ungeschliffene Rock- und Bluessongs. Titel bekannter Bands wie Aerosmith, Lenny Kravitz, Prince oder der Rolling Stones zeichnen sich durch immer wieder überraschende und ganz eigene Arrangements aus.

So kommt "Knocking on heavens door" im Reggaestil daher und Jimmy Hendrix' "Hey Joe" mutiert zum Shuffle - Kann man aber gut hören. Die sechs Musiker um Frontmann "Ruben" Stefan Sommer (Gesang, Gitarre, Bluesharp), "Matze" Matthias Weiss (Drums), Lothar Bauer (Bass), Wolfgang Kunz (Gesang, Piano, Akkordeon), Ursula Neumann (Percussion) und Wolfgang Weber (Gitarre) servieren eine mitreißende Bandbreite exzellent gemachter Musik.

Whiskey und Strand


Im ersten Teil lassen sie es mit Akustiksound, Rockballaden und tollen Bluesnummern wie "Whiskey drinkin' Woman" etwas ruhiger angehen. "You talk to much" übersetzt Quetschenspieler Kunz synchron sehr amüsant ins Bayerische. Bei "Johnny on the Beach" erinnern sie sich an ihren Urlaub auf Sardinien und versuchen trotz herbstlicher Temperaturen Strandfeeling zu vermitteln. Allein sich in das hineinplumpsen zu lassen, fällt den Besuchern an diesem kühlen Abend nicht leicht. Zur Erwärmung drehen die Hundebeißer nach der Pause auf und servieren dem Publikum heiße Rocknummern.

Auch die Lautstärke schraubt sich nach oben. Immer wieder glänzt Ruben mit seiner charismatischen, rauchig-rockigen und bluesigen Stimme, immer wieder legt Weber tolle Gitarrensoli hin, bei denen er sich auch mit der Bluesharp des Frontmanns zu duellieren scheint. Immer wieder animiert Sommer das Publikum zum Mitmachen.

Brave Gäste


Die Reaktionen bleiben verhalten, was wahrscheinlich wirklich an der Sommer-Frische liegt. Einige Zuhörer singen brav "hey, hey, hey" und klatschen mit. Erst zum Schluss hin füllt sich der Platz vor der Bühne mit Tanzenden zu "Talk about love". Am Ende ist es ein gelungener, wenn auch kühler Abend, der mit zwei Zugaben der hervorragenden Band, die sichtlich Spaß am Auftritt hatte, und großem Applaus endet.

Andrang auf Getränke und Leckeres vom GrillRalf Möhrle und seine Helfer haben alle Hände voll zu tun, den Andrang am Grillstand und am Zapfhahn zu bewältigen. Der Pächter der Gaststätte in der Freizeitanlage hat die Logistik im Griff und ist mit dem bisherigen Verlauf der Serenaden sehr zufrieden.

"Das Wetter macht uns diesen Sommer natürlich einen Strich durch die Rechnung", bedauert er. Allerdings habe bisher nur eine Veranstaltung regenbedingt abgesagt werden müssen. Die werde aber ebenso nachgeholt wie der wegen Krankheit abgesagte Auftritt von "Lower Market". Den besorgten Blick zum Himmel hat er schon viele Male geübt. "Wir haben schon mehrmals gezittert. Am Nachmittag gab es teilweise heftigen Regen, aber am Abend riss die Wolkendecke immer auf."

Das Interesse der Serenadenbesucher an Grillfleisch, Bratwürsten und Getränken ist groß. Von der anfänglichen Selbstbedienung kam Möhrle schnell ab. Er bietet nun einen Service mit Bedienungen, der reibungslos funktioniert.

Nur am Grillstand müssen sich die Gäste selbst anstellen. Zwei Grillmeister sorgen dafür, dass die Wartezeiten kurz sind. Für den Pächter ist es interessant, wie unterschiedlich das Publikum sich bei den Konzerten zusammensetzt. (prh)
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