Sohn verletzt Vater mit Axtgriff –- Motiv noch nicht geklärt
Weiter in Lebensgefahr

Hinter diesem Eingang spielte sich am Sonntag ein blutiges Familiendrama ab. Bild: bgm

Es sollte ein gemütlicher Sonntagvormittag bei Mama sein. Er endete für einen 27-Jährigen als Zeuge eines brutalen Angriffs.

Warum der 31-jährige Neustädter am Sonntagvormittag im Keller eines Hauses am Mühlbergweg mit dem Griff einer Axt auf seinen Vater losging (wir berichteten), konnte die Polizei am Montag immer noch nicht sagen. Zwar fehlte bei der Waffe die Schneide, aber der Zustand des 71-Jährigen ist weiterhin lebensbedrohlich. Auch die Frage, ob der Täter unter Drogen oder Alkohol stand, ist noch offen. "Es wird gerade ein Bluttest gemacht, das Ergebnis kommt in ein bis zwei Wochen", erklärt Polizeisprecher Stefan Hartl. Der Beschuldigte sei schon häufiger mit der Polizei aneinandergeraten, unter anderem wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Gefängnis-Gerücht


Der Angreifer teilt sich die Wohnung mit den Eltern. "Zumindest ist das so gemeldet," sagt Hartl. In der Stadt dagegen heißt es, dass Vater und Mutter getrennt leben. Der Senior soll die meiste Zeit in Österreich verbringen. "Und den Sohn hat man die letzten Monate hier nicht gesehen", heißt es aus der Nachbarschaft. Es geht das Gerücht um, dass er im Gefängnis gesessen habe.

Zeuge des Angriffs ist ein 27-jähriger Neustädter. Er wollte seine Mutter besuchen, die ebenfalls in dem Zwei-Parteien-Haus wohnt. Er hörte Schreie und sah im Keller nach. Als er die Männer blutend auf dem Boden fand, alarmierte er den Notruf. Das Opfer kam schwerverletzt in ein Bayreuther Krankenhaus. "In erster Linie handelt es sich dabei um Kopfverletzungen", informierte der Polizeisprecher.

Mit leichteren Blessuren kam der Tatverdächtige ins Weidener Klinikum. Bis er Montagnachmittag dem Amtsgericht vorgeführt wurde, hatte ihn die Kripo Weiden in Gewahrsam genommen.
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