Sommerfest mit Karaoke
Retter singen um die Wette

Jede Menge Spaß hatte das Organisationsteam der BRK-Bereitschaft Neustadt beim Karaoke-Wettbewerb. Mit "Fürstenfeld" sicherten sie sich einen Trostpreis über 100 Euro. Bilder: bgm (2)
 
Fahrzeugsegnung: Pater Stanislaus segnete den gebraucht gekauften Mannschaftstransporter und den neuen Gerätewagen Sanitätsdienst.

"Alleine wäre ich da nicht hinaufgegangen", sagt Markus Neubert nach dem Auftritt als Karaoke-Sänger beim Sommerfest der BRK-Bereitschaft. Doch er hatte Unterstützung. Das zwölfköpfige Organisationsteam des Festes stimmte "Fürstenfeld" an.

Die Truppe um Bereitschaftsleiter Sebastian Windschügl gab bei dem von Notärztin Dr. Gudrun Graf initiierten und von Jürgen Meyer moderierten Karaoke-Wettbewerb ihr Bestes. Noch mehr Mut bewies Enrico Morsbach. Der Rettungshelfer der Neustädter Wache hatte sich als Erster angemeldet. "Das kam so aus einem Jux heraus." Mit "Tränen lügen nicht" versuchte er sich die Gunst der Zuschauer zu ersingen. "Mich hat meine eigene Stimme ein bisschen irritiert", meinte der Karaoke-Newcomer nach seinem Auftritt.

"Rock me" der Hit


Andere Rettungswachen aus der Nordoberpfalz hatten routinierte Sänger wie Bettina Mildner oder Richard Click ans Mikrofon geschickt. Die Helfer vor Ort aus Georgenberg setzten auf bayerische Klänge. Mit "Rock mi", Lederhosen und Dirndln kämpften sich die zehn Damen und Herren bis ins Finale. Der Applausometer, der die Jury aus Dr. Graf und Martina Leithenmayr unterstützte, zeigte bei den Georgenbergern, bei Bettina Mildner und dem Duo Daniela Hofmann und Silvio Rupp, die für das BRK Kemnath antraten, den gleichen Wert an.

Am Ende war es vielleicht die Einlage von drei Dirndlträgerinnen aus der Grenzgemeinde, die den Ausschlag gab. Unterm Rock hatten sie sich die Buchstaben H, V und O auf die den Allerwertersten bedeckenden, langen Bumpeln geklebt. Das mit 1000 Euro gefüllte Sparschwein soll den Georgenberger Ersthelfern als Startkapital für ein Einsatzfahrzeug dienen. Alle anderen freuten sich über 100 Euro.

Medizinisches Gerät für die Versorgung von bis zu 25 Personen findet im Aufbau des neuen Gerätewagens Sanität Platz. Bei großen Einsätzen kommt das hinter der Laderampe verstaute, aufblasbare Schnelleinsatzzelt, ein Stromerzeuger und weiteres technisches Gerät zum Einsatz. Zusammen mit einem gebraucht gekauften Mannschaftstransportwagen für die Schnelleinsatzgruppe erhielt das 185 000 Euro teure Einsatzfahrzeug den kirchlichen Segen von Pater Stanislaus. Stellvertretender Landrat Albert Nickl, Achim Neupert für die Stadt Neustadt und Kreisbereitschaftsleiter Franz Rath betonten die Bedeutung der richtigen Ausrüstung für die Hilfskräfte.

"Du warst und du bist der Motor und Kümmerer unserer SEG-Behandlung Neustadt, die du seit März 1989 auf- und ausgebaut hast", sagte Windschügl zu Walter Reif, der nach rund 25 Jahren die Leitung der Schnelleinsatzgruppe an Dominik Beer übergab. Vor allem bei Hochwassereinsätzen, der Fußballweltmeisterschaft oder dem Papstbesuch in Regensburg sei Reif mit seinem "herausragenden Fachwissen und Engagement" gefordert gewesen. "Ein Leiter kann nur so stark sein, wie seine Mannschaft", sagte Reif und wünschte seinem Nachfolger eine glückliche Hand für die Zukunft.

Fahrzeug für Floß


Applaus ernteten die Notärzte Dr. Graf, Rüdiger Hettler, Dr. Christine Schiller-Pichlmeier und Dr. Walter Fleischhauer für ihre Karaoke-Sondereinlage. Bei der Tombola warteten 600 Preise auf Glücksritter. Die Helfer-vor-Ort Floß freuten sich bei der offiziellen Übergabe über ihr nagelneues Einsatzfahrzeug. Ein ähnlicher Programmpunkt dürfte auch beim Sommerfest 2017 anstehen. "Spätestens nächstes Jahr haben wir ein HvO-Auto in Georgenberg", war sich Dr. Graf sicher.
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