Stefanie Heinzmann in Neustadt
Wie eine Leistungssportlerin

Zu jedem ihrer Songs erzählte Stefanie Heinzmann eine kleine Geschichte.
 
6000 Besucher zählten die Veranstalter am Sonntagabend beim Konzert von Stefanie Heinzmann. Bilder: Schönberger (2)

Die Techniker vom Bayerischen Rundfunk haben auf dem Open-Air-Gelände unterhalb der Stadthalle eine riesige Bühne aufgebaut. Um 21 Uhr steht dort Stefanie Heinzmann. "Das wird ganz großartig, ihr Lieben", verspricht sie.

"Das Album "Chance of Rain" präsentiert das gesunde Gleichgewicht zwischen Hell und Dunkel, zwischen Sonnenstunden und bewölkten Momenten mit hoher Regenwahrscheinlichkeit", heißt es auf Heinzmanns Homepage in der Beschreibung ihres neuen Albums, aus dem sich die Songs ihres Auftritts speisen.

Das Wetter am Sonntag hatte also schon mal für den perfekten Rahmen die Show gesorgt. "Da war so ziemlich alles dabei, das man haben kann, außer Schnee", sagte die 27-Jährige, bevor sie mit "On Fire" durchstartete. Jeden ihrer Songs leitet sie mit einer kleinen Geschichte ein. Alle Gefühle seien gut und richtig. "Ich bin dankbar für jede Träne, die ich vergossen habe", erklärt sie vor einem melancholischen Stück. So wechselvoll wie sich das Wetter bis zum Abend mit Sonnenschein und kräftigen Regengüssen gab, so variantenreich stellt die Schweizerin ihre Playlist zusammen.

Eine Powerfrau


"Ihr Lieben, ich hab Bock zu tanzen. Seid ihr am Start?", ruft sie in die Menge, die sich um die Bühne schart. Wenn auch noch etwas verhalten, so ist doch ein zustimmendes Johlen zu erkennen. In knallengen, schwarzen Jeans mit Löchern an den Knien, schwarzem Top und schwarzen Hosenträgern springt Heinzmann wie eine Leistungssportlerin über die Bretter. "Eine Powerfrau! Die macht Party", ist Helmut Speckner begeistert. Der Vorbacher kam eigentlich eher seiner Frau Brigitte zu liebe, die Heinzmann zwar schon kannte, aber noch nie live gesehen hatte. "Ich hab sie mir kleiner und zierlicher vorgestellt, aber die ist ja eine Coole", ist Brigitte fasziniert.

"Ich tanz ja wirklich gerne, aber zwischendurch muss auch manchmal ein bisschen gekuschelt werden", sagt Heinzmann, bevor es mit dem an ihren Bruder gerichteten "Thank you" wieder ruhiger zugeht. Ihr Gitarrist und ihr Bassist haben sich neben die eben noch so quirlige Sängerin gesetzt. Die beiden Begleitsängerinnen stehen dicht daneben. Auch im Publikum rücken die Pärchen enger aneinander - bis es wieder wilder wird, bis immer mehr in den Refrain ihrer Songs einstimmen und bis immer mehr Hände in den Nachthimmel zeigen. "Das ist schon richtig geil. Das macht richtig Spaß", sagt Schafferhof-Wirt Reinhard Fütterer, der sich ins Publikum gemischt hat.

Offen und herzlich


Die Schwingungen, die sich von der energiegeladenen Popsängerin ausgehend verbreiten, erfassen Reihe um Reihe der Gäste. "Ich finde, sie ist eine tolle Musikerin, weil sie selbst Lieder schreibt und weil sie den Menschen so nah ist", schwärmt Martina, die mit zwei Freundinnen aus Weiden und Altenstadt gekommen ist. "Offen und herzlich und sympathisch", meint Inge. Birgit beschreibt sie mit den Worten "echt und natürlich" nachdem sich der Popstar von der Bühne verabschiedet hat. "Einen schönen Abend und seid lieb zueinander", gab die Schweizerin ihren Fans noch mit auf den Weg.

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Weitere Bilder im Internet:

www.onetz.de/1686983
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