Tino Höbold fliegt als Betreuer ins Paralympische Jugendlager
Ticket nach Rio

Tino Höbold fliegt als Betreuer ins Paralympische Jugendlager der Deutschen Behindertensportjugend. Bild: zer

Viele junge Nachwuchsathleten, aber auch Trainer und Übungsleiter träumen davon, am Nationalen Paralympischen Jugendlager der Deutschen Behindertensportjugend (DBSJ) in Rio teilzunehmen. Tino Höbold vom Behinderten- und Vitalsportverein (BVS) Weiden hat es geschafft: Er ist dabei.

Bei diesem Zeitlager anlässlich der Paralympischen Spiele bekommen junge, erfolgreiche und sozial engagierte Sportler die Chance, das Feeling vor Ort hautnah zu spüren. Begleitet werden sie von Betreuern. Höbold ist einer davon. Der Übungsleiter, Skilehrer und Abteilungsleiter Ski beim BVS musste sich für diese Aufgabe bewerben und hat die Zusage bekommen, als Aufsichtsperson mit nach Rio zu fliegen.

Am 5. September fliegt er mit 16 weiteren Begleitpersonen nach Südamerika. Auf die Reise machen sich auch 20 Mädchen und 18 Jungs aus ganz Deutschland. Elf Tage lang werden sie die 4350 Spitzensportler aus 176 Ländern anfeuern und mitfiebern, wenn diese in 23 verschiedenen Sportarten um Gold kämpfen. Aus Deutschland sind 148 Athleten vertreten, aus Bayern 16. Mit dabei ist auch Europameister Daniel Scheil vom BVS Weiden, der im Kugelstoßen an den Start geht. Das Programm umfasst aber nicht nur die Besuche von Wettkämpfen, sondern auch Diskussionsrunden und Gespräche mit Persönlichkeiten aus dem Sport und die Besichtigung von Sehenswürdigkeiten.

Jugendlager haben bei Olympischen Spielen eine lange Tradition. Das Jugendlager der DBSJ wurde 1992 bei den Paralympics in Barcelona ins Leben gerufen. Höbold war schon einmal dabei - bei den Winterspielen in Sotschi 2014. "Diese Jugendlager sollen jungen Sportlerinnen und Sportlern die Möglichkeit geben, die Spiele aus nächster Nähe zu erleben, um Motivation für die eigene Karriere als Leistungssportler zu schöpfen", erklärt er.

Auch Begegnungen mit den Menschen des Gastgeberlandes, mit ihrer Kultur, sowie das faire und friedliche Anfeuern der Sportler mit anderen Zuschauern, seien Inhalte des Lagers.

Neben dem Besuch zahlreicher Wettkämpfe zählt die Eröffnungsfeier zu den Highlights des 17-tägigen Aufenthalts. Höbold und die anderen Teilnehmer haben sich bereits in einem Wochenendlehrgang auf das große Ereignis vorbereitet: Die 13- bis 17-jährigen Jugendlichen sollen nicht nur die Sportler anfeuern, sondern sich auch mit selbstgestalteten Beiträgen bei Empfängen im Deutschen Haus einbringen, und zeigen, dass Sportler meist über viele Talente verfügen.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.