Tonnenweise Müll in der Natur
Weit über 1000 freiwillige Helfer beteiligen sich an Rama-dama-Aktion – Zuschuss für Altpapiersammler

Der Landkreis kann auf die alljährliche Rama-dama-Aktion nicht verzichten. Leider, wie Hermann Ach im Umweltausschuss feststellte. Nach wie vor entsorgen Zeitgenossen ihre Abfälle illegal in der Natur.

Vom 19. März bis 10. April engagierten sich 55 Vereine, Jugendorganisationen, Schulen und andere Gruppen freiwillig für die große Säuberungsaktion. Da zudem Gemeinden, Verwaltungs- oder Vereinsgemeinschaften die Organisation in ihren Gebieten selbst übernommen hatten, sei die Zahl der Gruppen noch erheblich höher, wusste der Leiter Kommunale Abfallwirtschaft Ach. Die 1260 gemeldeten Teilnehmer (Vorjahr 990) leisteten 3270 Arbeitsstunden (2700) zum großen Reinemachen in Wald und Flur.

Der Landkreis bezahlte die Entsorgung der Abfälle, immerhin 12,8 Tonnen. 2015 waren es 22,2 und 2014 16,9 Tonnen. "Es ist unverständlich, dass derartige Aktionen überhaupt notwendig sind", bedauerte der Moosbacher. Das Landratsamt appelliert daher an alle Bürger, wilde Müllablagerungen zu melden, damit sie geahndet werden könnten. Dr. Gabriele Hagemann regte an, die an der Aktion teilnehmen Vereine als kleine Anerkennung für ihren Einsatz im Abfallkalender zu veröffentlichen.

Der Landkreis honoriert auch künftig die Arbeit von Vereinen, die schon seit über 22 Jahren Altpapier sammeln. 2015 waren es immerhin fast 187 Tonnen. Die Kreisräte beschlossen die Fortsetzung dieser Unterstützung bis 2017. Das Lobkowitzerschloss zahlt weiter pro Tonne einen Zuschuss von 30 Euro.

2015 waren knapp 5600 Euro zusammengekommen. In den Genuss kommen die Kolpingsfamilien Neustadt, Mantel, Pleystein und Eschenbach, der Kolping-Bezirksverband Neustadt/Weiden sowie die "Aktion für das Leben und die Hoffnung" in Kirchenthumbach. Der Abfallkalender ist ein Bestseller. 2016 ließ der Kreis 51 500 Stück drucken. Von den 22 473 Euro Kosten bleiben am Kreis 12 100 Euro hängen. Der Rest kommt aus der Werbung und vom Dualen System Deutschland. Ein Exemplar kostet dem Landkreis 24 Cent.

Zur Kenntnis nahm das Gremium die Betriebsabrechnung für die Abfallbeseitigung und die Mülldeponie sowie für die Sickerwasserreinigungsanlage. 2015 schrieben die Deponie ein Minus von 138 276 Euro und die Abfallwirtschaft ein Minus von 579 000 Euro.
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