Treffen ehemaliger Felix-Ministranten
Einmal Mini, immer Mini

Mehrere Generationen von Felix-Ministranten a.D. trafen sich seit 2006 zum dritten Mal, um sich gemeinsam an alte Zeiten zu erinnern. Monsignore Prälat Alois Möstl aus Regensburg, vor über 50 Jahren ebenfalls Oberministrant in St. Felix, zelebrierte einen feierlichen Gottesdienst. Bild: prh

Bereits zum dritten Mal trafen sich 45 ehemalige Ministranten im Klostergarten, um an alte Zeiten zu erinnern. Dabei war der Älteste knapp unter 80, und zählte die Jüngste gerade einmal 20 Lenze. Höhepunkt war ein festlicher Gottesdienst mit Monsignore Prälat Alois Möstl aus Regensburg.

"Wer einmal Mini in St. Felix war, ist es im Herzen immer", brachte es Möstl in der Predigt auf den Punkt. Damit beschrieb er treffend die Einstellung der Teilnehmer am Wiedersehen.

Er selbst habe vor über 50 Jahren den Dienst am Altar in der Wallfahrtskirche verrichtet, könne sich noch gut an die Rorate-Messen an den Seitenaltären des Gotteshauses erinnern. "Vieles hat sich in dieser Zeit verändert, einer ist jedoch gleich geblieben: Christus."

Glaube geht zurück


Das Leben unterliege vielen Veränderungen, das Wichtigste sei jedoch der Glaube, der einen bis zur letzten Sekunde trägt. Der Glaube gehe jedoch zurück, viele treten aus der Kirche aus und leben lieber als Neuheiden. Der Geistliche kritisierte die TV-Talkshows, unter denen die Kirche leide. "Es menschelt in der Kirche, weil Kirche du und ich ist." Er forderte dazu auf, sich in der Pfarrgemeinde zu engagieren. "Zeigen Sie, dass Sie Kirche leben. Halten Sie an der Kirche fest."

Max Peter, der das Treffen gemeinsam mit Josef König, Josef Tragl, Helmut Wehrhahn und Hans Prem nach 2006 bereits zum dritten Mal organisiert hatte, bedauerte, dass die Einladungsliste seit dem letzten Treffen wieder um einige Namen kürzer wurde, weil frühere Ministranten verstorben sind. "Die Freude des Wiedersehens soll jedoch überwiegen." Aus Heidelberg, München oder Bamberg waren die Ehemaligen angereist. Zweiter Bürgermeister Heinrich Maier bezeichnete das Treffen als eines der ganz besonderen Art. Er freute sich, viele alte Neustädter Gesichter wiederzusehen und forderte die jüngeren Teilnehmer auf, die Tradition der Treffen, die im Abstand von fünf Jahren organisiert werden, fortzuführen.

Alfred Spachtholz zeigte interessante alte und neue Neustädter Ansichten. Die Bilder stammten aus dem Stadtarchiv und aus dem Nachlass des verstorbenen Fotografen Eero Winklers. Dafür erhielt er großen Beifall der Anwesenden. Den erntete auch die Gruppe "Carpe Diem", die den Gottesdienst musikalisch gestaltete. Die "Mini-Veteranen" fühlten sich sichtlich wohl im Klostergarten und genossen kleine Anekdoten rund um den Altardienst, das gute Essen und den Plausch mit alten Freunden bis weit nach Mitternacht. Ein wenig Wehmut schwang bei Guardian Pater Stanislaus mit, der das Kloster im Sommer verlassen wird. Er versprach, beim nächsten Treffen in fünf Jahren wieder dabei zu sein.
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