Versammlung der Siedler
Ehrungen wenig gefragt

Vorsitzender Arthur Weber (rechts) und Vize Lothar Trauner (Zweiter von links) zeichneten Josef Greiner, Mathias Brewitzer, Josef Nestl, Andrea Greiner und Rosemarie Wolf (von links) für ihre Treue aus. Zweiter Bürgermeister Heinrich Maier (Zweiter von rechts) gratulierte. Bild: arw

Das Positive vorneweg: Die Versammlung der Siedler mit den Themen Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung, Straßenausbau und Elektrifizierung der Bahnstrecke Hof-Regensburg war anziehend. Dass nur fünf, von 26 zu ehrenden Mitgliedern ihre Auszeichnung persönlich abholten, war weniger schön.

Erstmals stieg eine Mitgliederversammlung der Siedlergemeinschaft im AWO-Heim. Vorsitzender Arthur Weber war vom Besuch überrascht. Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung lautete das Thema von Notar Marcel Wollmann. Die Sensibilität werde immer größer. "Wer was für wen tut und entscheidet, damit sollte man nicht warten, bis der Betroffene nicht mehr kann." Angehörige sind nicht automatisch Betreuer. Eine Vorsorgevollmacht regle alle Angelegenheiten. "Es ist sinnvoll, diese mit einem Notar zu verfassen und dort zu hinterlegen." An Hand von Beispielen verdeutlichte der Notar verschiedene Möglichkeiten.

Anschließend ehrte der Vorsitzende die wenigen erschienenen Jubilare. Dabei verhehlte er nicht, dass Ehrungen dem Verband Geld kosten. "Der Vorstand wird sich eingehend mit dem künftigen Prozedere befassen", sagte Weber. Von den 26 zu ehrenden Mitgliedern hatten sich 10 entschuldigt und nur 5 waren anwesend. Mit seinem Vize Lothar Trauner zeichnete Weber Mathias Brewitzer, Rosmarie Wolf, Josef Greiner und Josef Nestl für 20 Jahre Mitgliedschaft aus. 30 Jahre ist Andrea Greiner bei den Siedlern.

Zweiter Bürgermeister Heinrich Maier beleuchtete die neue Gesetzgebung zur Straßenausbaubeitragssatzung. "Die Last soll jetzt auf mehrere Schultern verteilt werden", sagte er. Bisher hätte die Stadt die Verbesserungsmaßnahmen getragen. "Wenn es die Haushaltslage zulässt, soll es weiterhin so bleiben." Sein Fazit: "Bei uns ändert sich nichts."

Gesundheit im Vordergrund"Seit 35 Jahren ist die Elektrifizierung der Bahnstrecke Hof-Regensburg in der Warteschleife", sagte zweiter Bürgermeister Heinrich Maier zum Bundesverkehrswegeplan. Jetzt habe die Strecke die Priorität erreicht, dass sie in den Plan aufgenommen wurde. Mit der Steigerung des Güter- müsse die Verbesserung des Personenverkehrs einhergehen. Der Stadtrat habe eine Petition zur Lärmvorsorge verfasst. Bis zum 2. Mai können Bedenken an das Bundesverkehrsministerium gesendet werden. "Unser Hauptanliegen ist die Gesundheit und wir sind nicht gegen die Baumaßnahme." (arw)
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