Verwöhntes Einzelkind
Neustädter Storchenküken gedeiht prächtig

Das würde auch Familienministerin Schwesig gefallen: Der Herr Papa nimmt Elternzeit. Während die Mutter jobbt und Futter sucht, hütet Vater Adebar sein Küken. Bild: hfz

Herr und Frau Storch gaben sich dieses Jahr lange Zeit geheimniskrämerisch. Bis vor ein paar Tagen war nicht klar, wie viel Nachwuchs sie im Horst auf dem Landratsamt hätscheln. "Mal schaute ein Köpfchen raus, mal ein anderes, aber nie beide miteinander", sagt Storchenbetreuer Gerold Haas. Folglich tippte er auf zwei Küken. Dann aber ließ sich nur noch ein Jungtier sehen.

Haas bat darum, dass der Hausmeister mal in der Dachkehle nachsieht. Und in der Tat: Er fand den Kadaver eines zweiten Vögelchens. Die Eltern hatten ihr totes Kind offensichtlich aus dem Nest geworfen. So traurig sich das anhört: "Wir haben 100 Prozent mehr Nachwuchs als letztes Jahr", ist Haas recht zufrieden. Denn der überlebende Jungstorch wird umso mehr verwöhnt. "Ein richtiger Wonneproppen. Er bekommt das ganze Futter allein ab und ist in den letzten Tagen enorm gewachsen."

Damit hat er gute Überlebenschancen. Die Eltern sind laut Haas übrigens "zu 99 Prozent" die gleichen, die es letztes Jahr schon einmal mit dem Kinderwunsch auf dem Landratsamt versucht hatten.

Einen Blick ins Nest gibt es auf der Internetseite des Landkreises Neustadt/WN.
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