Volksmusik-Serenade in der Freizeitanlage
Schunkeln, lachen und tanzen

Die "Zupfer-Moidln" mit Gerhard Reber teilten sich mit der Waldnaabtaler Bauernmuse in der Dämmerung die Bühne in der Freizeitanlage.

"Es gibt nichts Schlecht's ohne wos guats. Goud dass ma's verschob'n ham". Nicht nur Bürgermeister Rupert Troppmann freut sich über das super Wetter bei der nachgeholten Volksmusik-Serenade.

So voll waren die Parkplätze an der Freizeitanlage noch bei keiner Serenade. Dicht drängten sich die Volksmusikanhänger an den Biertischen und drum herum. Es mussten sogar zusätzlich Bänke und Stühle gebracht werden.

Die "Zupfer-Moidln" Waltraud und Renate fungierten neben ihren eigenen Auftritten zusammen mit Gerhard Reber am Akkordeon auch als Moderatorinnen. Mit viel Charme und trockenen Witzen lockerten sie das Programm auf.

"Hans bleib dou", "Bauernmadl" oder die Krebspolka zeigten die Jüngsten der Kindertanzgruppe eifrig und konzentriert. Choreografie und lange Tanzschritte waren für die kurzen Beine manchmal gar nicht so leicht. Besonders putzig waren die kleinen Buben beim Reigen mit den größeren Mädchen.

Jürgen Eckert sorgte nicht nur für die Technik, sondern am Akkordeon zusammen mit Ramona Gleißner auch für tolle Atmosphäre "mit an Herz und mit an G'fühl". Musikanten haben viel Herz, sangen sie, deshalb sei im Himmel ein Platz für sie reserviert. Zum "Brautwalzer" der Waldnaabtaler Bauernmuse schunkelten die Zuhörer mit oder summten die Melodie zu "Ich und der Mond".

Lustig-zünftig waren die Lieder der "Zupfer-Moidln". Sie sangen vom Tröpferlband, von den zwei Besoffenen oder dass einer, der völlig überraschend etwas Ungeplantes erlebt, ein "viereckerts G'sicht" macht. "Ner a Bier will i ham!" - damit lehnte das Baby die Muttermilch ab, der Kranke die Medizin im Krankenhaus und der Verstorbene den Nektar im Himmel. Das ließ sich der Wirt nicht zweimal sagen und schickte die Bedienung mit drei Krügen auf die Bühne.

Dass die Serenade für den Sommer geplant war, und damit für eine spätere Dämmerung, merkte man zum Schluss. Überraschend gab es Licht im Pavillon, doch trotzdem kürzten die Akteure den letzten der vier Teile ab, um das Publikum nicht völlig im Dunkeln sitzen zu lassen. Die Erwachsenen-Volkstanzgruppe zeigte den "Maxberger" und verzichtete auf den angekündigten "Schwanentanz". Die anderen Gruppen begnügten sich mit zwei statt der geplanten drei Stücke. Trotzdem war das Publikum voller Begeisterung, auch über den immer noch warmen Sommerabend als krönenden Abschluss der Serenadensaison.
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