Weltgebetstag der Frauen
Sopa Cabana und Gebete

"Nehmt Kinder auf, und ihr nehmt mich auf" ist das Thema des Weltgebetstages am Freitag, 5. März. Im Mittelpunkt stehen dieses Jahr kubanische Frauen und mit welchen sozialen sowie gesellschaftlichen Problemen sie im Alltag zu kämpfen haben. Bild: hfz
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Neustadt an der Waldnaab
03.03.2016
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Viele verbinden Kuba mit aromatischem Kaffee, weiten Zuckerrohrfeldern und weißen Sandstränden. Aber wie lebt es sich dort als Frau? Beim Weltgebetstag geben Kubanerinnen einen Einblick in den Alltag.

Parkstein. Ihre Sorgen, Nöte und Hoffnungen teilen am Freitag, 5. März, unter dem Motto "Nehmt Kinder auf, und ihr nehmt mich auf" mit der Welt. Christinnen aus Kuba haben dafür eine Gottesdienstordnung vorbereitet, nach der weltweit, darunter auch deutsche Frauengruppen, eine Andacht feiern. "Die Gebete und Lieder richten sich immer nach dem Land, um das es beim Gebetstag geht", informiert Cornelia Schreffl, Vorsitzende der Frauen der evangelischen Gemeinde Parkstein. Gemeinsam mit dem Katholischen Frauenbund geben sie Kubanerinnen eine Stimme, um deren politische und gesellschaftliche Situation zu vermitteln.

Andere Realität


In Sachen Frauenrechte und Gleichstellung der Geschlechter gilt das Land als Vorbild. Der Alltag vieler Kubanerinnen sieht allerdings anders aus: Neben dem Beruf müssen sie allein den Haushalt führen, Kinder großziehen und Angehörige pflegen. "Erschwerend kommen noch zusätzlich wirtschaftliche und soziale Aspekte dazu", ergänzt Siglinde Lehner vom Evangelischen Frauenkreis Kohlberg.

Der Weltgebetstag ist eine weltweite Basisbewegung christlicher Frauen und soll Menschen über Konfessions- und Ländergrenzen hinaus verbinden. Jedes teilnehmende Land hat ein Komitee, das sich mit anderen austauscht. "Unseres besteht aus 12 Organisationen mit unterschiedlichen Konfession", hebt Lisa Schürmann, Pressereferentin des Deutschen Komitees, hervor.

So haben unter anderem baptistische, römisch-katholische, apostolische sowie Frauen der Heilsarmee, der Quäker und der Pfingstkirche Christi die Gottesdienstordnung zum Weltgebetstag 2016 mitgestaltet. Wegen der Vielfalt sei ein gutes ökumenisches Miteinander wichtig, betonte Schürmann. "Das ist auch ein Kriterium dafür, ob ein Land einen Gebetstag vorbereitet.

Gleiche Chancen


Alle sechs Jahre entscheidet sich auf einer internationalen Weltgebetstags-Konferenz, welche Länder als nächstes im Mittelpunkt stehen. "Es werden Vorschläge gesammelt und geschaut, welche Länder mitmachen wollen", erklärt die Pressesprecherin den Vorgang. Schließlich entscheidet ein Arbeitskreis, bestehend aus Frauen der Region, wo die Gebetstage stattfinden. "Es sollte möglichst jedes Land, egal ob arm oder reich, mal dran kommen."

Diesmal wird es fröhlich und bunt: Die Frauengruppen Neustadt, Störnstein und Wilchenreuth bringen mit Geige und Kachon kubanisches Flair ins Gemeindehaus. In einem Lichtbildvortrag wollen die Parksteiner Frauengruppen Land, Leute und Kultur vorstellen.

Dazu gehören auch landestypische Gerichte. So stehen Spezialitäten wie "Sopa Cubana" (Gemüsesuppe), "Arroz con Leche" (Milchreis), Cocktails, ein kubanischer Reissalat oder Frischkäsekuchen auf der Karte. "Bei den Vorbereitungen für den Tag war es am schwierigsten, kubanische Rezepte zu finden", lacht Schreffl.

Themen und Länder des WeltgebetstagesBeim Weltgebetstag spielt es keine Rolle, ob ein Land arm oder reich ist. "Wichtig ist, ob dort ein gutes ökumenisches Miteinander herrscht", betont Lisa Schürmann vom Deutschen Komitee. Zahlreiche Länder nehmen daran teil, und die Themen sind bunt gemischt. Nachfolgend eine Übersicht die Mottos:

2015 Bahamas: "Begreift ihr meine Liebe?"

2014 Ägypten: "Wasserströme in der Wüste".

2013 Frankreich: "Ich war fremd - ihr habt mich aufgenommen".

2012 Malaysia: "Steht auf für Gerechtigkeit".

2011 Chile: "Wieviele Brote habt ihr?"

2010 Kamerun: "Alles, was Atem hat, lobe Gott".

Das Programm für die nächsten Jahre steht schon fest:

2017 Philippinen: "Am I Being Unfair to You?"

2018 Surinam: "All God's Creation Is Very Good!"

2019 Slowenien: "Come - Everything Is Ready".

2020 Simbabwe: "Rise! Take Your Mat and Walk"

2021 Vanuatu: "Build on a Strong Foundation". (esm)
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