Wirkungstreffer
Blitzschlag richtet in Neustadt heftigen Schaden an

Zwei Tage war das Vodafane-Team aus Sachsen in Neustadt im Einsatz, um die Schäden nach einem heftigen Gewitter zu beheben. Bild: ms

Während in Niederbayern Hochwasser für menschliche Tragödien sorgt, geht am Mittwoch gegen 18.30 Uhr ein Blitz über dem Rumpler-Gebiet nieder.

Christian Witt wirkt auch zwei Tage nach dem Vorfall erschüttert. "So etwas habe ich noch nie erlebt", sagt er gegenüber dem "Neuen Tag". Beim heftigen Unwetter am Mittwochabend flog zunächst nur der Schutzschalter seines Hauses in der Heinrich-Ascherl-Straße raus, den Witt nach kurzer Zeit wieder aktivierte.

"Danach gab es einen Knall, als wenn jemand mit einem Schrotgewehr direkt neben einem schießt, und einen hellen Lichtbogen." Es war schlagartig dunkel. Witt saß in der Küche, unmittelbar neben einer Steckdose. Da er seitdem von der Fingerkuppe der rechten Hand über die Schulter zum Brustkorb eine Art Muskelkater verspürt, hat Witt eine Vermutung: "Vermutlich hat mich der Lichtbogen aus der Steckdose berührt."

Im ganzen Haus roch es nach Schwefel, und auf der Suche nach der Quelle wurden Witt und seine Frau im Heizraum fündig. "Dort sah es aus wie nach einer Explosion. Sämtliche Teile der Wandanschlussdosen lagen in gefühlt 1000 Teile verstreut, waren schwarz und geschmolzen." Witt vermutet, dass der Blitz über die Telefonleitung einschlug, da sein Haus das erste nach einem Knotenpunkt sei.

Hoher Schaden


Neben dem persönlichen Schaden, den Witt noch nicht ärztlich versorgen ließ ("Hatte noch keine Zeit"), ist im Haus so ziemlich alles kaputt, was man sich vorstellen kann. "Belüftung, Zentralplatinen, Haussprechanlagen, Jalousien, elektrische Tür- und Toröffner, Fußbodenheizung, Handtuchheizkörper - alles in allem schätze ich den Schaden auf mindestens 10 000 Euro."

Volker Pentendorf, Pressesprecher von Vodafone Deutschland, bestätigte einen Blitzeinschlag um 18.36 Uhr, infolge dessen knapp 700 Haushalte in Neustadt ohne Fernsehempfang und Internetzugang waren. "Seit Freitagmittag sind jedoch alle Schäden am Kabelnetz vom Zentrum bis zum Rumpler behoben", sagte Pentendorf. Arbeiter setzten neun Verstärkerpunkte wieder instand und tauschten eine Muffe aus. Dazu war der Einsatz eines Baggers notwendig. Pentendorf bedauert den Stromausfall, wenngleich er nicht zu verhindern war. "Das war höhere Gewalt."
Weitere Beiträge zu den Themen: Blitzschlag (8)Vodafone (7)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.