Züchter Franz Wänninger informiert über Rosen
"Königin der Blumen"

Viele Interessierte verfolgten die Ausführungen und Expertentipps des Rosenzüchters Franz Wänninger im Landratsamt. Bild: exb

"Rosen hegen und pflegen muss Freude sein, sonst kann man sich ihrer Schönheit und ihrem Charme nicht erfreuen", betonte der passionierte Rosenzüchter Franz Wänninger aus Altenstadt/WN. Anlässlich der Vortragsreihe "Grün & Garten" im Landratsamt entführte er die Zuhörer in seine Rosenwelt.

Die Pflege beginne bereits im Frühjahr. "Vor dem Rosenschnitt muss erst das erfrorene, kranke und vertrocknete Holz entfernt werden." Die Schnittweise unterscheide sich bei den verschiedenen Rosengruppen, informierte Wänninger. Wichtig sei auch, das richtige Werkzeug zum Schneiden und Sägen zu verwenden: handliche Scheren zum Schnitt und große Scheren für das Grobe. Das Werkzeug sollte gepflegt, scharf und desinfiziert sein.

Ende März bis Anfang April - zur Forsythienblüte - erfolge der eigentliche Rosenschnitt, der in jedem Landstrich anders ausfalle. Anschließend würden die Rosen gedüngt und der Boden gelockert. Auch zum Pflanzen der Rosen hatte der Experte Tipps dabei. "Bevor die Rosen gepflanzt werden, sollte eine Bodenprobe gemacht werden, um festzustellen, welcher pH-Wert im eigenen Garten vorliegt." Idealerweise liege dieser zwischen 5,5 und 6,5. Zugleich könne bei der Bodenprobe der Düngestand ermittelt werden.

Während der Sommermonate sollte der Boden um die Rosen regelmäßig gehackt werden, damit Gieß- und Regenwasser besser in das Erdreich eindringen könne. Unkraut könne mit den Rosen konkurrieren und sollte daher regelmäßig entfernt werden. "Eine Mulchschicht um den Rosenstock schützt die Erde vor Austrocknung und Unkrautbewuchs."

Der beste Zeitpunkt dafür sei im Frühjahr - nach dem Abhäufeln der Rosen. "Geeignet sind zum Beispiel Kompost oder Stroh mit einer Schichtdicke von 4 bis 5 Zentimetern." Von Rindenmulch rät Wänninger ab, da die Gerbsäuren den pH-Wert des Bodens veränderten. Im späten Herbst folge der Winterschutz, so dass die kalte Jahreszeit nicht zum Problem für die "Königin der Blumen" werde.

Spätestens Ende November müssten die Rosen mit Jutesäcken, Sackleinen und Tannen- oder Fichtenreisig eingepackt werden. "Nicht nur die Kälte ist gefährlich, sondern auch die warme Wintersonne." Rosen sollten daher schattiert werden, um sie vor Sonne und austrocknenden Winden zu schützen. Wänninger erklärte außerdem, wie Rosen vermehrt werden. Abschließend stellte er seine eigenen Rosenzüchtungen vor.

"Naturschutz im Garten"Der für 4. Mai geplante Vortrag "Vorgärten gestalten" entfällt. Die von Gartenfachberaterin Claudia Saller organisierte Vortragsreihe wird am 1. Juni mit dem Thema "Naturschutz im Hausgarten" mit Referentin Mathilde Müllner fortgesetzt. Platzreservierung ab sofort unter gruenundgarten@neustadt.de. (exb)
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