Zwei Unfallschwerpunkte im Grenzgebiet - Gefährliche Kreuzung und Kurven
Vier Tote auf Straßen in Tschechien

Schwere Verkehrsunfälle hatte die tschechische Polizei in den vergangenen Monaten auf den Straßen zu bearbeiten. Auch vier Deutsche kamen ums Leben. Damit die Serie möglichst keine Fortsetzung findet, informiert die Polizei über Unfallschwerpunkte. Bild: Polizei der Tschechischen Republik

Die Polizei aus dem Nachbarlandkreis Tachov macht nach drei Unfällen mit vier toten Deutschen auf zwei Unfallschwerpunkte im Grenzgebiet der Tschechischen Republik aufmerksam. Drei Motorradfahrer verloren seit August ihr Leben etwa neun Kilometer hinter der Ortsausfahrt Planá in Richtung Süden nach Nová Hospoda zur Autobahn.

Es handelt sich um einen leicht abschüssigen, 800 Meter langen Straßenabschnitt hinter der Abzweigung nach Janov mit einer Rechts- und einer Linkskurve. Der neue Abschnitt mündet an dieser Stelle in die ursprüngliche Straße. Der kerzengerade Verlauf verführe hier vor allem Motorradfahrer zur schnellen Fahrt, teilt die tschechische Polizei mit.

Viele schwere Verkehrsunfälle

Trotz der Warnschilder "Doppelkurve, zunächst rechts und verengte Fahrbahn" kam zunächst ein 64-Jähriger bei hoher Geschwindigkeit auf die Gegenfahrbahn, wo er frontal mit einem entgegen kommenden Pkw der Marke Dacia kollidierte. Der Motorradfahrer und seine 58-jährige Sozia kamen ums Leben.

Im Mai raste ein 55-jähriger Biker aufgrund überhöhter Geschwindigkeit zunächst auf die Gegenfahrbahn, im weiteren Verlauf in den linken Straßengraben und anschließend auf die Fahrbahn zurück, wo das Motorrad auf der Gegenfahrbahn gegen ein Auto der Marke Honda prallte. Der Motorradfahrer erlag noch an der Unfallstelle seinen Verletzungen. Die Ermittlungen der Polizei ergaben, dass beide Fahrer an dieser Stelle mit höherer Geschwindigkeit unterwegs waren, als dort erlaubt ist. Deshalb konnten sie vor der Kurve nicht mehr rechtzeitig reagieren.


Eine weitere Karambolage mit Beteiligung eines Deutschen ereignete sich Anfang April beim großen Asiamarkt in Svatá Katerina an der Autobahn. Beteiligt waren zwei Pkw. Der 19-jährige deutsche Fahrer fuhr von einem Asiamarkt auf die Straße von Rozvadov nach Primda. Bei der Ausfahrt auf die Hauptstraße nahm er einem von rechts kommenden Wagen die Vorfahrt. Die 22-jährige deutsche Beifahrerin erlitt bei dem Zusammenstoß so schwere Verletzungen, dass sie noch an der Unfallstelle starb.

Viel zu schnell unterwegs

Die Polizei Tachov weist darauf hin, dass sie dieser Stelle erhöhte Aufmerksamkeit widmet. Bei Kontrollen hat sie festgestellt wurde, dass an dieser Kreuzung vielen aus Richtung Rozvadov fahrende Auto- sowie Motorradfahrer viel zu schnell unterwegs sind.

Die Polizei des Nachbarlandes appelliert an alle Verkehrsteilnehmer aus Deutschland, insbesondere auch die Motorradfahrer, die Straßenverkehrsvorschriften der Tschechischen Republik zu beachten und auch den Verkehrszeichen, insbesondere den Gefahrenschildern eine besondere Aufmerksamkeit zu schenken.
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