Frust statt Eigenwerbung
Werbering beklagt fehlendes Interesse

Bürgermeister Rupert Troppmann (links) leitete die Wahl beim Werbering. Die Führungsriege bilden (vorne, von links) Alfred Kunz, Anne Göhler, Anton Kissler, Marion Biasin, Hans Hart sowie (hinten, von links) die Beisitzer Wenzl Zupfer, Christian Buchfelner, Rosi Reiser und Peter Siller (hintere Reihe von links). Bild: bey

Sind wir noch eine Interessengemeinschaft von "Neustädter Gewerbetreibenden"? Die provokante Frage in der Einladung zur Jahreshauptversammlung des Werberings zeigte Wirkung. Den Vorsitzenden heiterte das trotzdem nicht auf.

Knapp zwei Drittel der 35 Mitglieder bestätigten mir ihrem Kommen ihr Bekenntnis zu einer starken Interessenvertretung. Bei den Neuwahlen bestätigten die Mitglieder Alfred Kunz als Vorsitzenden. Neue Stellvertreterin ist de ist Anne Göhler.

Vorsitzender Kunz freute sich im Restaurant "Peters", dass mehr Mitglieder dazugekommen sind. Er beklagte aber deutlich, dass immer weniger mitmachen wollen. Nur die Aktion "Kunst- und Rotlichtnacht" habe noch viele mobilisiert. Zu den Versammlungen sei aber lediglich ein Dutzend Mitstreiter gekommen. "Wenn davon noch sechs Vorstandsmitglieder sind, ist das schlichtweg dürftig." Bei der Umfrage zum Georgi-Markt seien sechs Antworten eingegangen. Damit sei es nicht möglich, der Stadt Fragen zu dieser Veranstaltung zu beantworten.

Georgi-Markt fällt aus


Der Meinung von Bürgermeister Rupert Troppmann, dass ausbleibende Antworten als Zufriedenheit der Mitglieder gedeutet werden können, widersprach Kunz. Bei Rabatt- und Flyeraktionen gebe es auch kein Feedback der Mitglieder. Insgesamt beurteilte der Vorsitzende die Situation als "frustrierend", neue Ideen und Denkanstöße seitens der Mitglieder gebe es nicht.

Viel Diskussionsbedarf gab es um den Georgi-Markt, dessen Zukunft auf der Kippe steht. Er braucht neuen Schwung, weil derzeit die Fieranten ausbleiben. Der Hinweis in den Medien, dass der Marktplatz nicht mehr gesperrt werde, wurde als negative Aussage zum Georgi-Markt gewertet.

Bürgermeister Troppmann bezeichnete den Tag des Georgi-Marktes als ungünstig, weil im Frühjahr das Wetter manchmal recht unfreundlich sei und ein vergleichbarer Markt auch in Weiden stattfinde. Die Anregung seitens der Mitglieder, ob der Georgi-Markt mit einem Glasflohmarkt verbunden werden könne, will der Bürgermeister prüfen lassen. Eventuell könne man dies mit einem verkaufsoffenen Sonntag verbinden. In jedem Fall müsse eine Konkurrenz zur Nachbarstadt Weiden vermieden werden. Einigkeit bestand darüber, heuer den Georgi-Markt stillschweigend ausfallen zu lassen.

Auch die Vielzahl von Weihnachtsmärkten stand zur Diskussion. Inwieweit sich ein einziger Weihnachtsmarkt mit Teilnahme aller Vereine umsetzen lässt, blieb offen. Troppmann lehnte es ab, seitens der Stadt als Ziel einen einzigen Weihnachtsmarkt vorzugeben. Bei passendem Wetter sei jeder der Weihnachtsmärkte ein Erfolg.

Ein Mitglied brachte es auf einen kurzen Nenner: Künftig müsse wieder auf mehr Gemeinsamkeit geachtet werden.

Der VorstandDas Ergebnis der Neuwahlen: Vorsitzender Alfred Kunz, zweite Vorsitzende Anne Göhler, Schriftführerin Marion Biasin, Kassier Anton Kissler, Beisitzer Rosi Reiser, Wenzl Zupfer, Peter Siller und Christian Buchfelner. Die Kasse prüfen Bertram Erhard und Hans Hart. (bey)
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