Gespräch mit Albert Rupprecht über Kredit-Richtlinie
Ältere im Nachteil

Erbschaftssteuer, Brexit und die Wohnimmobilienkreditrichtlinie waren Themen beim Pressegespräch des MU-Kreisverbandes mit stellvertretenden Vorsitzenden Matthias Bäumler (von links), Bundestagsabgeordneten Albert Rupprecht und Schriftführer Sebastian Kitta.

(bgm) Die Vergabe von Darlehen ist eingebrochen, seit eine neue Wohnimmobilien-Kredit-Richtlinie eingeführt wurde. Das hat Sebastian Kitta, Schriftführer der Mittelstands-Union im Kreisverband, beschäftigt. "Muss man künftig mit 15 Ordnern zur Bank gehen, wenn man einen Immobilien-Kredit möchte?", fragte er deshalb Bundestagsabgeordneten Albert Rupprecht in einem Pressegespräch. Rupprecht sieht das Bundesjustizministerium in der Pflicht, die Richtlinie zu prüfen. Aktuell würden viele Ältere oder junge Familien benachteiligt. "Das würde unser Grundverständnis in Zweifel ziehen, wenn das, was angespart wurde, nicht mehr als Sicherheit dient", betonte er. Nach Rupprechts Einschätzung über Brexit-Folgen erkundigte sich stellvertretender MU-Kreisvorsitzender Matthias Bäumler. Die Frage werde sein, ob man von den vier Grundfreiheiten abweiche, meinte Rupprecht. "Ich neige dazu, dass Rosinenpicken nicht zielführend sein wird. Das würde eine Auflösungsbewegung in Gang setzen." Mit Blick auf die Befragung der CSU-Mitglieder, Volksentscheide auf Bundesebene einzuführen, meinte er: "Das kann gefährlich sein, wenn man es falsch auflegt." Mit Blick auf Populisten und Stimmungsmacher sei er skeptisch.

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