Neustadt: Verwaltungsgemeinschaft öffnet nach halbem Jahr Bau neues Gebäude
Raumnot adieu

Im Mai ging der Neubau des VG-Gebäudes los, am Montag nimmt in diesem Quader die Verwaltung von Parkstein, Störnstein, Theisseil, Kirchendemenreuth und Püchersreuth ihre reguläre Arbeit auf. Bild: phs

Alles deutet auf eine Punktlandung hin. Weil beim Bau alles wie am Schnürchen lief, öffnet die Verwaltungsgemeinschaft (VG) planmäßig am 1. Dezember ihre Pforten im neuen Domizil in der Naabstraße. Nur eine Sache entspricht nicht ganz dem Willen des Bauherrn.

VG-Geschäftsführer Matthias Kneidl freut sich schon: endlich nicht mehr zwei Mann in 12-Quadratmeter-Büros, endlich nicht mehr Versammlungen mit 20 Leuten auf 26 Quadratmetern unter einer Dachschräge. Das war seit 1973 der Zustand im Haus Freyung 17. Es gehört Antonie Fuchs-Isak aus München. Was sie damit vorhat, wenn die Behörde umgezogen ist, weiß weder jemand in der VG noch im Rathaus.

Barrierefrei und kabellos

Seit dieser Woche packen Bauhofmitarbeiter aus allen fünf VG-Mitgliedsgemeinden an. Sie bringen Möbel und Akten zur neuen Adresse am Ortseingang. Dort fällt der schicke rote Betonquader neben der Norma sofort auf. Er schließt das Ensemble aus Arztpraxen, Einkaufsmarkt und Geschäften architektonisch geschickt ab. Seine Vorzüge: alles auf einer Ebene für die Mitarbeiter, alles barrierefrei mit Aufzug, automatisch aufgehende Türen und genügend Platz zum Arbeiten sowie für die Registratur, die bisher zum Teil in Störnstein ausgelagert war. Auf dem Dach verbindet eine Richtfunkantenne das Ämtergebäude kabellos und schnell mit dem Behördennetz des Landratsamts.

Wer in der Umzugsphase einen Ausweis braucht oder einen Rentenantrag einreichen will, wird davon kaum beeinträchtigt. Bis heute um 16 Uhr arbeiten die 15 VG-Bediensteten planmäßig. Danach kommt die EDV samt Server an die Naabstraße. Am Donnerstag und Freitag ist die Geschäftsstelle dann geschlossen, um alles zu installieren. In dringenden Fällen hilft ein Mitarbeiter unter Telefon 0171/ 964835 weiter.

Kunden von Einwohnermeldeamt, Standesamt und Co. können den Großparkplatz nutzen. Direkt vor dem Haus ist ein Stellplatz für Schwerbehinderte reserviert, drei weitere Plätze bekommen wohl Mitarbeiter.

Ausreichend Parkplätze

Ursprünglich hatte der Bauherr des Gebäudes, die Bauer-und-Heinl-Grundstücksverwaltung aus Erbendorf, vorgehabt, 32 Stellplätze in den Naabauen hinter dem VG-Gebäude zu schaffen. Dem machte das Landratsamt einen Strich durch die Rechnung. "Nicht genehmigungsfähig", sagt Claudia Prößl, die Pressesprecherin der Kreisbehörde. "Die Parkplätze liegen im Überschwemmungsgebiet." Das Landratsamt hat den Erbendorfern daher nahegelegt, ihren Bauantrag zurückzuziehen. Das ist bislang noch nicht erfolgt. Bauherr Wunibald Heinl spricht lediglich von einem "schwebenden Verfahren". Er verweist aber darauf, dass seine Firma laut Bauordnung ausreichend Parkplätze vor dem Haus für ihre Mieterin, die VG, zur Verfügung stellt.

Mehr als genug Parkplätze

Das bestätigt auch Prößl. "Wir haben für alle Händler und Dienstleister auf dem Areal inklusive VG den Parkplatzbedarf durchgerechnet. Nötig wären 134, tatsächlich sind es sogar 139."
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.