Projekt Nahwärmenetz schreitet zügig voran
Heizzentrale für den Felixberg

Der Rohbau für die Heizzentrale ist so gut wie fertig. Sie ist das Herz des Nahwärmenetzes und versorgt ab Spätsommer die öffentlichen Gebäude auf dem Felixberg mit Wärme. Im Hintergrund das Gymnasium, das sehnsüchtig auf den Anschluss wartet. Bild: Schönberger

Das Projekt Nahwärmenetz auf dem Felixberg schreitet flott voran. Der Rohbau für die Heizzentrale steht. Sie soll noch heuer die vielen öffentlichen Gebäude auf dem Kulturhügel mit Wärme versorgen.

"Wir liegen ganz gut im Zeitplan", freut sich Geschäftsführer Carsten Schaefer von der Baywa Energie Dienstleistungs GmbH in München. Sie hat sich den Millionenauftrag gesichert. Der Landkreis hatte die energetische Versorgung seiner Gebäude 2014 europaweit ausgeschrieben. Die Verzögerungen im Januar wegen des starken Winters haben die Bauarbeiter wieder aufgeholt. Zuvor mussten knapp 50 Lkw-Ladungen Erdaushub weggefahren werden.

1,5 Kilometer Leitungen


Hinter dem Lehrer-Parkplatz, beim Funkmasten, wurde im Felixwald das Heizhaus betoniert. Das stattliche Gebäude ist das Herzstück des künftigen Nahwärmenetzes. Es beherbergt den Biomassekessel und das Lager für die Hackschnitzel.

Das Biomassekraftwerk mit dem 20 Meter hohen Kamin wird das Gymnasium, die Lobkowitz-Realschule, das Staatliche Berufliche Schulzentrum, das Schwimmbad, die Förderschule, die Landratsamts-Außenstelle in der Zacharias-Frank-Straße sowie das ehemalige Krankenhaus beheizen. Auch Hausbesitzer können von dem umweltfreundlichen Wärmespender profitieren. Wer will, kann anschließen, ein Zwang besteht nicht. Der Vorteil: Er braucht keinen Kamin und keine Heizung mehr. Demnächst beginnt die Baywa-Tochter auch mit dem Ausbau des Nahwärmenetzes. Dazu werden 1,5 Kilometer Leitungen verlegt. Laut Schaefer soll die Anlage, die eine Leistung von 1700 Kilowatt hat, bereits im Spätsommer in Betrieb gehen.
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